Archiv für März 2008

Ash Ketchum und Maikachu

Hier is was los du, das sach ich euch. Tragödie des Jahres: Lieblingsdönermann wie vom Erdboden verschluckt. Bude zu. Neuer Dönermann drin. Auch gut, aber nicht SO gut. Was jetzt!? Maik, Götz und ich liegen uns weinend in den Armen und kommen über den Verlust des besten Döners weit und breit nur mit Tomarctes neuem Mashup hinweg. Dieser Lausbub hat sich rotzfrech in die elektronische Küche gestellt, den dicksten Topf genommen, den er finden konnte und zwei extrem heiße Zutaten hineingeworfen: „A Forest“von den großartigen The Cure und „Kids On Fire“ von den hässlichen Captains. Die Hauptspeise „A FOREST ON FIRE“ könnt ihr hier hören und euch wundern, wie gut das auf einmal zusammenpasst. Wir wundern uns derweil über Tomarctes Zauberkünste, die uns vor kurzem schon mit einem Kids On Fire Remix der Extraklasse in Staunen versetzt haben. So ein großer Kerrel.

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Was geht bei uns? Einiges und nichts, mal wieder. Maik und ich haben aus dem Halbdisaster im RECAR Technotempel gelernt und beginnen gerade, uns fürs nächste Mal vorzubereiten. Deshalb basteln wir jetzt mit Vorliebe zehnminütige Kratz-House Schinken und erfreuen uns an ihrer Tanzbarkeit. Gestern haben wir die Sample- und Slice-Funktion entdeckt und einem Hit unserer Kindheit zu neuen Glanz verholfen: dem Titelsong der unfassbaren POKéMON Serie. Kostprobe hier:

[LIEDAUSZUG VORRÜBERGEHEND ENTFERNT]

Wir erhoffen uns die totale Feierei. Götz gefällts – und das will was heißen.

Weiterhin liebäugeln Maikiki und ich mit dem kostspieligen Gedanken, Captain Capa Shirts machen zu lassen. Der Gedanke, unseren Bandnamen auf unsagbar FETTEN Textilien zu sehen, lässt uns einfach nicht locker und macht uns tierisch heiß. Ich glaube, wir machen das. Leider müssen wir uns beeilen, schließlich gibt es inzwischen auch die erste Captain Capa Coverkapelle, die uns sonst mit der Idee zuvorkommt.

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CAPTAIN CRAPA, WIR KRIEGEN EUCH!! AAAARGH!!

///WERBUNG ALLEEER//

Hier, demnächst Sause in Hamburg, ne?

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Wochenende rum + Remix

VORWEG: Tomarcte hat einen absolut herrlichen Kids On Fire Remix gemacht, den man sich auf seinem Myspace und in seinem Blog anhören kann. Wir sind von den Socken und haben uns sofort in das Ding verliebt. Checkt das aus!!

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WOCHENENDE RUM:

Zum Glück, Freunde, zum Glück. Freitag und Samstag Double Action Captain Capa… alles sehr anstrengend, weil: beides Technopartys. Kleine Technoparty am Freitag: sehr angenehm aber lehr, große Technoparty am Samstag: weniger angenehm aber voll. Aber von vorn…

An beiden Tagen haben wir nach Fuzz Buzz gespielt, der überraschenderweise auf einmal ein unfassbarer DJ ist. Freitag wollte der Laden einfach nicht rollen, obwohl diesmal einfach alles richtig gemacht wurde. Ich versteh das nicht. Line-Up gut, Location gut, Preis unfassbar, trotzdem kaum mehr als 60 zahlende Männekens. Mit unserem Auftritt sind Maik und ich sehr zufrieden, das hat wunderbar geklappt mit dem „Liveset“, auch wenn der Funken nicht bei allen übersprang. Im Vergleich zum nächsten Abend war das trotzdem schon irgendwie die Übungseinheit. Da wurde es nämlich richtig gruslig.

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Man stelle sich das mal vor: Elektro-Party mit 3000 BesucherInnen (die Türen gingen 00:30 oder so zu) und alle haben sie abstruse, aufwendig geschneiderte und trendig gefärbte Frisuren. Geschätze zehn davon haben in ihrem Leben schon einmal ein Konzert gesehen. Zwischen 59 Elektro-DJs ist es da natürlich nicht einfach, die Hansel auf dem kleinen Floor mit eigener, hausgemachter Musik zu begeistern. Vor allen Dingen nicht, wenn Fuzz Buzz uns vorher mit seiner „Auf-die-Fresse-Taktik“die Show stielt. Den dürfen wir einfach nicht mehr vor uns lassen. Der Raum ist von hinten bis vorne gefüllt, die Leute schreien, werfen Becher durch die Luft, reichen ihre Hände zum DJ und sind völlig am Abdrehen. Götz hoffentlich auf Wolke Sieben. Nur die Bärenmaske hat gefehlt.
Wir sind derweil besorgt um Steckdosenplätze und Bühnenplatz, können unser Equipment aber irgendwie auf den Tisch kloppen. Alle Geräte klitschnass, weil draußen kalt und drinnen heiß. Maik erklärt mir später die physikalischen Abläufe des Kondensierens. Ich verstehe! Wir beginnen mit unserem neuen Alarm-Intro, das ebenso gut basslastig auf die Fresse gibt und sind überrascht – es funktioniert. Die Menge bleibt euphorisch und feiert uns gut ab. Als ich das Mikro in die Hand nehme, ist alles vorbei – Stimmung in unfassbarem Zustand. Der Hammer!
Schade, dass bei Adolescence alles in sich zusammen fällt. Der Track ist zu schnell, zu weich, zu ravig – zu viel Melodie. Der Raum ist in REKORDSCHNELLE leergespielt. Unsere neuen, bassigen Technotunes kommen super gut an, der Raum füllt und leert sich im 10-Minuten Takt. Ein harter Kern sieht sich das Spektakel von Anfang bis Ende an, ein paar sind sichtlich erfreut. Schade, dass nach wenigen Songs der erste DJ Stress macht und Maik während des Spielens vom KORG drängeln will. „Hier, in fünf Minuten bin ich!“ „Nee, nee, verzögert sich alles!“ Naja, Chef geholt, alles klar. Der DJ ist weg, die schlechte Luft bleibt. Auraes Union Race Remix bleibt fast instrumental, weil ich unter dem Pult am abkacken bin und trinken muss. Irgendwer muss mir mal Atem- und Singübungen beibringen. Oder gesundes Essen geben. Danach den ganzen Krempel durch tausende von verschwitzten Gelfrisuren mit Muskelshirts tragen und im völlig zugeschneiten Testarossa verstauen.
Trotz allem – eine wirklich spannende Erfahrung, und so in der Art würden wir das wohl auch nochmal machen. Dann aber mit weniger Melodie, weniger Aufwand und weniger Stress. Laptop hin, Effektgerät dran, Mikro an, ab gehts. Die Rave-Pop-Tracks kriegen eine Techno-Bass-Kur und dann probieren wir das zum nächsten Event nochmal, wenns genehm ist.

Das wahre Highlight der Nacht waren allerdings die Stunden zwischen Auftritt und Heimreise. Wir haben einfach die ganze Zeit damit verbracht, im Backstage Idioten zu kommentieren und dazu imaginäres Popcorn zu futtern. Besser als jeder DVD Abend, ungelogen. Früh um Sechs dann Karre aus der Scheiße schieben war weniger geil, dafür sah es auf der Fahrt richtig weihnachtlich aus.

Hier noch ein paar Schnappschüsse, zusammengeklaut von diversen Bildportalen, die uns dafür millionenschwer verklagen werden.

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Featuring Fuzz Galaxy Buzz, der uns am jenem Abend an die Wand gelegt hat.

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Immerhin Headliner auf dem Tanz-In-Den-Morgen Floor!

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Zugegeben, einen Optikbonus kriegen wir weder mit Laptop, noch mit Sänger.

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Dafür aber mit unserem Synthiespieler.

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pwnd vom DJ Pult.

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Mikroständer auch vergessen, was zu ordentlich Spott seitens Captain Maiks führte.

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Na, wo ist jetzt deine Mütze, Alter!?

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BESORGT UND EMOTIONÈLLE.

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Keiner weiß, warum ich mit dieser Wasserbirne aussehe wie 11.

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Captain Capa VOR ihrem Besuch auf dem Recar.

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Captain Capa NACH ihrem Besuch auf dem Recar.

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Da hat jemand seine Aufsichtspflicht vernachlässigt. Nächstes Jahr gibts das Recar auch mit Ballzimmer. Oder Babyklappe. Mir beides recht.

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Einmal süß gucken…

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… um einmal versifft offen zu haben.

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Zum Abschluss einmal mit dem Partyshooter Hamschti und der sympathsichen Lady Bux, die den blutigsten, härtesten Deathbombneutron Hardtechno der Welt auflegt. Außerdem stolze Empfängerin des besten Anmachspruchs der Welt. „PRIMA MÄDSCHN!“

Ganz besonderen Dank an den Pestkrause, der nochmal ordentlich in die Wunde mit dem Fettnäpfchen getreten hat und mir noch on stage sein Trendagent-Visitenkärtchen in die Hand drücken konnte. Ein paar Bilder habe ich ihm zum Dank geklaut.

Tageszeitungsdillema

Okay, dass wir so ziemlich die beschissenste Tageszeitung Deutschlands haben müssen, ist ja nix neues. Dass die Thüringer Allgemeine aber eine durchaus amüsante Web-Präsenz hat, war mir neu. Da gibt es diese geile Rubrik vom Trend-Agent, wo man sich dann immer die heißesten Pics von den heißesten Partys reinziehen kann!! Wie das zum Beispiel:

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Jawoooll!! Die derbsten Feten und Events!! Kindermord in Buxtehude, Massenbrand in Wurstburg! Aber wir verzeihen diesen strukturellen Fehltritt – immerhin sind die restlichen Partyfotos ERSTE Sahne. Hier ein großartiger Schuss aus der „Flirty Dancing Party“ unserer Dorfdisse.

Da geht der BEAT!! Also Leute, was lernen wir? Um ZWEI Sachen einen Bogen gehen: Dorfdi… ääh, Clubzone Sax und die TA. Aber bei denen wechseln immerhin auch „350 Erbsensuppen ihren Besitzer.“ Formulierungen, die das Leben schreibt. Nebenbei noch jeden Tag bebildert über Soldaten berichten und möglichst fett gedruckt unterbringen, wie stolz wir hier im Kyffhäuserkreis auf unsere beschissenen Kasernen sind.

Ich komm da bestimmt nochmal drauf zurück, wenn ich wieder aggro bin. Morgen gehts erstmal auf die Bühne, juchu!! Heute Abend Proben mit Maik und Samstag dann ÜberBOOM auf dem Recar. Wir spielen dort übrigens ziemlich zur Primetime: 02:00. Geil!

Captain Capa saving YOUR life.

Wir erinnern uns: eure Lieblingsossis spielen am Wochenende zwei Konzerte in der Heimat. Freitag auf der wundervollen Warm Up Party, wo man uns zwischen Elektro-DJs und House-Tussen finden wird und einen Tag darauf zur richtigen Party, wo man uns zwischen noch mehr Elektro-DJs und House-Tussen finden wird. Zum Nicht-Vergessen:

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Eigentlich sollte unser Live-Set am Wochenende stehen. Leider haben Maik und ich uns lieber damit beschäftigt, noch schnell einen Song zu bauen, damit wir auch ein ordentliches, abendfüllendes Programm auf die Beine kriegen. Entstanden ist eine unfassbar theatralische Elektropoprock Skizze, die hoffentlich gut in die Ohren und Ärsche geht. Am Ende haben wir wieder ein bisschen übertrieben, aber das bleibt ja eh erstmal geheim.

Winzige Hörprobe mit winzigem Gesangstest:

Geplärre und Text sind erstmal nur draufgescheuert, da tut sich wohl noch einiges. Aber so muss das erstmal reichen. Immerhin, so können wir ein paar Kacklieder endlich aus dem Programm schmeißen und direkt vier neue reinwerfen. Das kann was.

Cool ist auch, dass mir mein langjähriger Gefährte Flow aus Köln die Woche eine Taschencam zum Filmen rumschickt. So können wir ab sofort immer top secret Backstageaufnahmen in den Blog schmuggeln. Das wird super.

Zum Schluss noch eine alte Zeichnung von Säge, Renate und mir. Keine Ahnung, warum Säge so garnicht aussieht, wie er aussieht und Renate eher einem Hefekloß ähnelt als der menschlichen Tanzmaschine auf der Bühne.

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Übrigens wäre es traumhaft, wenn ihr euch mal eben ’ne Minute Zeit nehmen würdet, euch auf becks-on-stage.de registrieren würdet, und fleißig für MIKROBOY votet. Die sind nämlich extrem geil und wollen da gerne gewinnen. Diesmal geht es aber WIRKLICH mal um die Wurst. Außerdem könnt ihr so ein heißes Macbook Pro gewinnen. Uiuiui.

Der große Preis von Erfurt

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Am 19. April. Selbstverständlich sind die Captains GANZ VORNE.