Archiv für Mai 2008

Keine Macht den Drogen

Der Kerl ist mir vor längerer Zeit schon auf Youtube aufgefallen. Irgendwie wie ein schrecklicher Autounfall, man kämpft mit dem Brechreiz, kann aber einfach nicht weggucken.

Donnerstag Hildesheim. Da geht was! Außerdem rollt unser Hörspielprojekt wieder. Inzwischen sind die ersten paar Folgen ganz schön angestaubt, und man merkt, wie mies wir da mitunter gesprochen haben, aber gerade so Folge 7, 8, 9 sind nicht zu verachten und jetzt gehts eiskalt aufs Finale zu. Macht grad alles wieder tierischen Spaß! GEIL! Online-Rollenspiel-Fantasy Action mit Aldi-Mikrofon. Aber Sparky schnippelt und produziert den Shit wie ein Gott. Unfassbarer Typ. Trailer und Hörproben gibts hier: http://myspace.com/rohoerspiel. Ruhig mal reinhören in den Trash.

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Frettchen und Tassen

Das müsst ihr euch anhören. Einige wissen das ja – ich bin seit fast zwei Jahren an der Produktion eines Fan-Hörspiels beteiligt. Mein Kollege Sparky und ich haben in den letzten Jahren eine Hörspiel-Serie ins Netz gepumpt, angesiedelt in der Welt des Online-Spiels „Ragnarök.“ Das ging richtig heiß her, mit Berichten in Spielezeitschriften, offizieller Unterstützung vom Spielevertrieb und einem riesigen Andrang an HörerInnen und Downloads. Nach einer fast einjährigen Pause haben wir die Arbeit wieder aufgenommen und die neue Folge vor kurzem auf einem Webradio präsentiert. Im Rahmen eines Ragnarök-Hörspiel-Marathons wurden wir dabei auch interviewed, und als ich die Premiere ansagen sollte, ist etwas gar witziges passiert.

Stellt euch folgendes vor: der Moderator sitzt mit seinem Headset in seinem Zimmer, während im Hintergrund sein Frettchen aus dem Käfig flüchtet. Das Frettchen springt auf den Tisch und umgarnt eine sehr teure Sammlertasse. Leider kann der Moderator das Tier nicht ermahnen, weil ich mit meiner Ansage nicht zu Potte komme. Hört einfach mal genau hin. Dann hört ihr sogar seine Mutter, haha.

Hahahahahahaha. Ich kann mir das zwanzig mal hintereinander anhören. GENIAL. Mehr zum Hörspiel gibt es hier, der Radiosender ist hier.

PS: Man kann unseren Pokébeat auf Myspace jetzt auch downloaden.

Pikachu in Hildesheim

Wir haben unser Baby auf die Menschheit losgelassen. Oh Gott, oh Gott. Auf unserem Myspace gibt es jetzt unseren Poké-Beat „Pikachu Saved My Life“ in voller Länge zu hören, in der Hoffnung, damit den Crazy Frog des Jahres verbrochen zu haben. Wir sind auf die Reaktionen gespannt, obgleich uns DJ Fuzz Galaxy Buzz Abfeierei auf den Track schon völlig zufrieden stimmt. Immerhin sind wir jetzt endlich seine Technogötter.

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Ansonsten gibts jetzt auch Kids On Fire zum komplett durchhören auf Myspace. Hier im Blog ist außerdem nun auch dieser hübsche LAST.FM Player am Start, wie ihr seht. Da könnt ihr auch ganz viel von uns komplett hören. Zum Beispiel unsere EP. Muss jetzt keiner mehr kaufen. Geil, ne!? Dafür versteckt sich auf Myspace seit eben ein Hinweis, was man in Zukunft im Auge behalten und auf den Wunschzettel schreiben sollte. Kommt Zeit, kommt Brat!

Aber hier, jetzt super Neuigkeiten! Heute klingelt das Telefon und Maik sagt „Ashi, pack die Koffer, wir fahren nach Hildesheim!“ Maik, der kleine Elektrodrahtmann hat von seinem Masterchief of Death Urlaub bekommen und wir konnten einen super Auftritt nächste Woche annehmen. So kann man uns also am Donnerstag, dem 29. Mai, in Hildesheim zur Uni-Party sehen. Der Spaß findet im Rahmen der Festigkeiten „Hildesheim und Heimat“ statt und wir spielen mit einer Jazz / Folk Band und Brit Pop / Electro DJs. Wird sicher sehr geil. Ich erfahre morgen wo das genau ist und dann gibts auch exakte Fakten. Da sind wir heiß drauf.

Soll für heute reichen. Nur dieses tolle Bild muss ich noch loswerden. RUMSITZEN WAR GESTERN!

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Wir sind Landungsbrückenklaus – Ein Wochenendbericht #2

VIDEO WIEDER UNTEN!

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Freitag, 9 Mai, Erfurt

Vollgas bei den Captains, so läuft das, ohne Pause drei Tage aufs Maul. Kaum heil im Thüringer Wald angekommen, schmeißen wir uns wieder in den Testarossa um einen Abend vorm Erfurt-Gig schonmal Landeshauptstadtluft zu schnuppern. Es zieht uns mal wieder ins Besetzte Haus. Nach sechs Jahren der Verzweiflung gilt es endlich, die Peters. live zu begaffen, und weil König und Fuchs uns in Hamburg den ganzen Pfeffi weggesoffen haben, wollen wir heute eine Bombenshow sehen. Das Besetzte Haus ist eher spärlich besucht, aber die Jungs legen ein Brett hin, das sich gewaschen hat. Unvorstellbar, dass diese Chaoten ihre hochkomplexe Gitarrenwichse tatsächlich so exakt rüberbringen, wie es die Platte verspricht, und dabei auch tatsächlich noch eine ordentliche Kelle Wucht und Power drauflegen. Wir sind völlig platt. BÄMM!!! Die kleinen Eis Mint Flaschen von der Tanke nebenan bleiben allerdings fast unberührt, die alten Männer „schwächeln noch von gestern.“ Mimimimimi. Na egal, trotzdem super Typen, total nett zu allem und jeden. Hammer! Wir machen den Remix dingfest und freuen uns auf die Spuren zu „Auffallen durch Umfallen“, dem vielleicht kniffligsten Track des Albums, und machen uns bald wieder auf die Socken.

Samstag, 10 Mai, Erfurt

Heute sind wir dran. Nochmal Erfurt. Die erste Warmup Party zum Endpilot-Festival wartet auf uns und will bespielt werden. Wir sind froh, dass wir Götz noch als DJ reinschummeln konnten, das hat die Stimmung enorm angehoben. Anfangs habe ich tierisch schlechte Laune, und weiß garnicht warum. Das Stadtgartenpersonal hinter der Theke reagiert patzig auf kleine Fragen und bedroht uns mit Messern. Ich bin verwirrt und immernoch schlecht gelaunt. Die Endpilot-Crew ist zum Glück überaus sympathisch und kümmert sich um uns. Auch wenn die Stimmung ein bisschen gedrückt ist und bleibt – warum auch immer.
Ich sitze noch nerdig am Laptop und schraube am Set rum, während Maik und Götz sich schon wie verrückt über das Buffet hermachen und Kam:as im Hintergrund ihren Soundcheck abhaken. Die Atmosphäre drückt ein bisschen so, als wäre gestern ein Bandmitglied von Kam:as gestorben oder so. Maik sorgt allerdings für Stimmung im Backstage, indem er sein Casio Keyboard auspackt, das er am Morgen noch auf dem Dachboden gefunden hat. Wir erfreuen uns gefühlte zwei Stunden an „Freude schöner Götterfunken“ und beschließen, den Track am Abend live zu bringen. Nach dem Egotronic-Remix. Auweia.
Irgendwann gesellt sich auch die Band zu uns und erweist sich als weitesgehend humorresistent. Dabei will ihnen die „Kopfschussästhetik“ des ersten Acts – einem depressiv Gitarre zupfenden Songwriter mit Zehnerkarte im Fit & Sun – garnicht recht gefallen. Wir denken bei „Kopf weg schießen“ zuerst an ein heiteres Besäufnis, müssen dann aber feststellen, dass der Kam:as Sänger etwas anderes meinen musste. Wir plündern erneut und andauernd den Kühlschrank und fragen uns, warum die Veranstalter so traurig sind. Oder zumindest so wirken. Vielleicht wegen der beknackten Security, die vor der Tür auf und ab marschiert und alles nach Hause schickt, was nicht zielstrebig auf die Eintrittskasse zurennt. Ansonsten aber alles super. Ein paar Leute mehr hätten wohl kommen können, aber wir sind mit den 60 Männeken ganz zufrieden. Pünktlich vorm Capa-Auftritt tauchen auch Roter Berg auf, meine Musikentdeckung des Jahres. Die werden noch ganz groß! Die beiden Bekloppten sind bester Laune und inzwischen sind auch Götz und wir irgendwie überraschend gut drauf. Als Kam:as ihr progressives Gefrickel beenden und die Bühne frei machen, bauen wir zack-zack alles auf. Wir werden immer schneller! Publikum ist schwer einzuschätzen, könnten drauf stehen, könnten aber auch heimgehen.
Also auf gehts, ab gehts, Intro gestartet. Leider nur zwanzig Sekunden. Ich muss den Beat stoppen, der Sound ist unerträglich. Irgendwas brummt und fiept und surrt fürchterlich, als würden wir unter einer riesengroßen Socke spielen. Ich stöpsle mein Mikrofon lieber doch selber an und siehe da – es wirkt. Glasklar ist was anderes, aber es klingt SCHÖN. 60 Leute sind plötzlich sichtlich verwirrt. Roter Berg am abdancen. Götz hängt in der Ecke und lacht sich kaputt. Die Veranstalter sehen immernoch ein bisschen traurig aus. Maik und ich konzentrieren uns bei dem Auftritt eher aufs Scheiße-Labern als aufs Musikmachen und kommen damit zumindest bei einigen Verpeilten gut an. Wir haben unseren Spaß, das Publikum tänzelt, bleibt bei uns und applaudiert ordentlich. Am Ende sogar Zugaben. ÜBERRASCHUNG!!
Auftritt also sehr witzig. Die Reaktionen gingen dann irgendwie von „Das war… erfrischend!“ über „Garnicht meine Baustelle, aber das war krass.“ bishin zu „Ganz witzig.“ Auch toll, dass mir tatsächlich ENDLICH jemand versucht hat, ernsthaft was von Credibility zu erzählen. Darauf warte ich echt schon länger.

„Hier wenn ihr so Playbacks mit Gesang habt, also die ihr nicht live singt so, dann bewegt doch wenigstens eure Lippen!!“
„Aah nee du, das ist doch nur beim Egotronic-Remix, der ist doch nicht direkt von uns.“
„Na aber dann tut wenigstens so!! Das ist echt so‘n Tipp von mir, so macht man das so, aus Credibility Gründen!!!“
„Neeee, das wär doch doof, das singen wir doch garnicht. Das ist doch Egotronic.“
„Ey brauchste mir nich sagen! Ich bin echt SO DICK mit Egotronic!!“
„Ja gut, wie gesagt, ist doch garnicht unser Gesang. Ist doch dem Torsun seiner.“
„Ja dann nehmt das halt neu auf mit euren Stimmen!!“

Eieiei… Eigentlich sollte Götz dann seine DJ Action starten, ein paar von den Gästen haben sogar Bock zu tanzen. Leider wird die Tanzfläche prompt mit Bühnenequipment zugestellt und alle gehen lieber heim. Götz ist traurig, jetzt guckt er ein bisschen wie die Endpilot-Crew. Also schnell Zeug eingepackt, überall Danke und Tschüss gesagt und ab nach hause. Dann noch Pfeffi bei Götz und schlafen schlafen. Hmmm!!

Alles in allem spaßige Sache. Viel Glück den Endpiloten bei den nächsten Veranstaltungen. Die haben sich auf jeden Fall ordentlich den Arsch aufgerissen und was nettes auf die Beine gestellt. GO FOR IT, YEAH!!

MOMENT DES ABENDS: Ich greif so beim EMOBEAT zum Megafon, singe ein bisschen durch die Tröte und schmeiß die Sirene an… und WHATTHEFUCK… die Sirene sitzt HAARGENAU auf dem Beat. Es reißt nicht ab und klingt nur geil. HAMMER. Passiert nie wieder und keiner hats aufgenommen. Klang so super.

Wir sind Landungsbrückenklaus – Ein Wochenendbericht #1

Kann mir mal einer sagen, wie ich die letzten Tage halbwegs lesbar zusammenfassen soll, ohne hier einen ganzen Roman ins Netz zu ballern!? Ich fang mal von vorn an, und wir sehen was passiert. Video gibts unten!

Sorry dass das mit der Live-Übertragung nicht so geklappt hat. Das Ende unseres Auftritts kann man aber sehen, wenn man sich auf ligx.de den Abend raussucht und sich den Stream anschaut. Immerhin zwei Lieder von uns kriegt man da noch mit.

So, los gehts.

Donnerstag, 8. Mai – Hamburg

Am Donnerstag Morgen stand Maik fast pünktlich vor der Tür. Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenbrille auf der Nase haben wir uns in seinem Testarossa verschanzt und alles klarschiff gemacht. Navi eingestellt und erstmal Bank, Tanke und Netto ansteuern. Die Hoffnung, uns würde kein Bekannter beim Kauf von satten fünf Flaschen Pfeffi erwischen, verpuffte spätestens, als mich meine beiden Omas an der Gemüsetheke abgriffen. „Nach Hamburg? Und da braucht ihr so viel von dem Zeug!?“ Die Kassiererin schenkt uns den Blick, den ich zur Jugendweihe immer besoffenen 12 jährigen zuwerfe. Au Backe.
Na wenigstens Lisa ist auf unserer Seite und führt uns mit ihrer Engelsstimme, ordentlich übersteuert um unseren Bumm-Bumm-Beat zu übertönen, sicher durchs Land. Die Fahrt läuft überraschend gut, kein Stau, kein Stress, kein Verfahren – sehr geil! Die große Stadt rückt immer näher und Maik kann den Landungsbrücken-Klaus Witz echt nicht mehr hören. Große Jubelei, als endlich das Ortseingangsschild am Start ist und wir die Hansestadt erreichen.
Was es da alles gibt. Unfassbar. So Lampen, wo man erst fahren darf, wenn die in einer bestimmten Farbe leuchten. So ganz große Häuser wo man noch hoch in der Luft wohnen kann. Menschen mit viel mehr Körper als wir oder ganz dunklen Haaren. Krass!! Lisa steuert uns zum Grünen Jäger und wir tanken erstmal ein paar Züge Metropolenluft. Super sah das aus, die Bude wird ihrem Namen gerecht. Mitten im Großstadttrubel ein kleiner Park mit Grünfläche, und zwischen den Bäumchen der Club. Die Bratzeboys gammeln noch bei ByteFM rum, weil Norman ein Interview schmeißt, also schießen wir erstmal völlig geflashed durch die Innenstadt. Wieder ein bisschen wie „zum ersten Mal in Kreuzberg“, nur dass hier eine wahnsinnige Freundlichkeit in der Luft liegt, die wir uns im Rahmen unserer Erstlingsbegeisterung wahrscheinlich herbeifantasiert haben. Wundervoll.
Irgendwann sind auch Kevin und Norman am Start und spielen erstmal brav Tourieführer. Gute Eisdealer, gute Burger, gute Schiffe und gute Nutten. Zu denen sagen wir aber nein. Auch wenn ich „sowieso schon die ganze Zeit am lecken bin, du!“ Kevin heizt meinen Bock auf Celebrities total an und grüßt diverse Szenegrößen. UNFASSBAR!!!11

Zurück im Grünen Jäger ist Veranstalter Benny schon am Start und es gibt den ersten Pfeffi, über den sich alle freuen. Außerdem entdecke ich das Wunder der Fritzcola für mich. Super. Lewe und Pathos trudeln auch allmählich ein und Cobretti Rec. wird direkt wieder verdonnert, Cover für Bratze zu kleben. Frechheit.
Die Stunden ziehen so dahin und plötzlich ist es später Abend. Wir stehen gerade alle entspannt im Asia Imbis rum und warten auf unser Essen, als uns einfällt, dass wir in fünf Minuten anfangen müssen zu spielen. Scheiße!! Also Essen stehen lassen und rauf auf die Bühne. Die meisten Leute hängen bei dem geilen Wetter lieber noch eine Runde im Hof oder auf der Wiese rum… Vorband halt. Der Raum ist trotzdem gut gefüllt und wir pinkeln uns in die Hose. Auf tanzen hatte keiner so richtig Bock, aber gegrinst haben sie alle und gebuht hat keiner. Wieder kommt Pokémon am besten an, was uns langsam stutzig macht. Wir sind schon knapp über der Zeit, als Pathos uns zwingt, unseren Mashup zu spielen. Der Laden ist inzwischen ordentlich voll, als wir t.A.T.u.s All The Things She Said von der Groovebox ballern und Bratzes Aus Frust drauf singen. Das funktioniert bestens und Pathos belohnt uns mit Pfeffi. Hammer!! Schade, dass Bratze kein Forum haben, in dem sich Fans über uns auslassen können. Dafür fanden uns die Jungs von iLive scheiße!!

iloveilive.de: Den Anfang machten die Thüringer Captain Capa. Und… ich weiß nicht… Die Musik war etwas zu 80s, zu glatt und hatte mit dem typischen Elektro-Band Problem zu kämpfen: Zwei Menschen beim Drehen und Verschieben von Reglern zuzugucken ist eher.. langweilig. Mit einem DJ-Set wären die Jungs sicherlich besser dran gewesen, denn die Musik war auf jeden Fall tanzbar. Vor allem das Pokémon-Theme-song-Remix-Mashup (und auch das t.A.T.u. Cover “All the things she said” als Zugabe).

Na gut, glimpflich bei weggekommen. Vielleicht war das auch die Rache, weil wir mit Pathos am Rumjohlen waren und damit ihr Bratze Interview versaut haben. NEHMT DAS!!11

Runter von der Bühne und raus auf den Hof sind wir schockiert. Alles voller Menschen und ein gefühltes Viertel davon hat man irgendwo schonmal gesehen oder im Plattenschrank rumliegen. Komischerweise kennen uns mehr Leute, als wir denken und wir Kellerkinder stecken plötzlich mittendrin im großen Shakehands. Ganz große Augen, ey!!
Bei Bratze ist derweil kein Durchkommen mehr. Die Videopremieren waren super, aber tanzen ist nicht mehr drin. Kurz draußen gewesen und sofort jede Lücke dicht. Überall Menschen. Wuah!!
Dementsprechend super ist dann auch die Stimmung danach. Die peters. zeigen sich von ihrer besten Seite und kriegen vom Pfeffi garnicht genug, weshalb wir ihnen in ihrer Trunkenheit direkt einen Remix aus dem Kreuz leiern. Auch Kevin ist plötzlich handzahm und macht wilde Versprechungen. Beeindruckender Moment, als Maik mit der letzten Flasche Pfeffi vom Auto kommt und von fünfzehn lallenden Bandmenschen mit schallendem Gegröhle und einem Applaus begrüßt wird, den sich Captain Capa in ihren besten Zeiten noch wünschen werden. Dass wir uns sämtliche Sympathien an diesem Abend mit Pfeffi ersoffen, statt mit guter Musik erspielt haben, ist uns heute herzlichst egal.
Gegen Drei landen dann alle in Erikas Eck, der Imbissbude mit Herz. Aus unerfindlichen Gründen sitzt plötzlich Nagel zwischen uns und kann über die Vegi-Story mit den Tokio Hotel Würsten nicht lachen. Captain Capa – verschissen!! Dafür Celebrity Bonus, SUPER!! Leider kein Foto für die Bravo geschossen, vergess ich jedes Mal. Hätte ich übrigens auch machen sollen, als ich Kalle Schwensen im Nachbarraum gesehen hab. Den echten!
Ganz klammheimlich machen Maik und ich einen polnischen Abgang ins nächste Taxi und lassen uns vor Renates Haustür tragen. Er und seine Freundin tun uns ein bisschen leid, aber wir können den andauernden Lachflash der Nacht einfach nicht unterdrücken. Maiks Idee, den Gestank unserer Schuhe zu drosseln, indem er den Mülleimer darauf postierte, machte dabei einfach garnichts besser.

Ein bisschen Pippi in den Augen haben wir, als wir nach einem Zauberfrühstück, einer Nachhilfestunde im Abmischen und dem letzten Smalltalk mit Cheffchen und Säge tatsächlich wieder Richtung Thüringen müssen. Dementsprechend scheiße ist dann auch die Fahrt. Brütende Hitze, Benzin zu teuer, Stau und widerliche Polizeikontrollen. „Sie sind ’ne Band? Ich seh da garkein Schlagzeug!“ / „Na, sie sind aber zittrig… und die kleinen Augen… das deutet alles auf diverse Substanzen hin.“ Die beiden Texascops sind sichtlich enttäuscht, dass sie bei uns nichts gefunden haben. Oh Mann. Maik und ich prügeln uns tatsächlich die letzten drei Folgen meines Hörspielprojekts rein und reißen pubertäre Witze bei jedem neuen Soundeffekt. HIRN WEG!!

Maik könnte heulen und will zurück an den Hafen.

Reicht erstmal, Erfurt machen wir im nächsten Eintrag, okay? Liest eh keine Sau hier. Aber ein Video hab ich noch. Diverse Szenerien des Donnerstags wild zusammengeschnippelt. Bei den Nachtaufnahmen ist echt garnix zu sehen, aber hören tut man da einiges. Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!