Archiv für Dezember 2008

DAS BESTE AUS 2009!

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Cobretti macht alle Drohungen wahr und haut rotzfrech die erste Veröffentlichung des Jahres 2009 auf den Markt, die nicht mehr und nicht weniger bietet als DAS BESTE AUS 2009! Wir sind, looogisch, auch mit am Start. Mit Axxidents nämlich.

Einfach heut Nacht so inmitten der Neujahrsparty mal an den Rechner stehlen und ab 00:00 runterladen oder direkt auf CD bestellen.

Hiiiier: COBRETTI.ORG

Jetzt gut reinrutschen, ihr Lullies! Noch einmal tief Luft holen, denn… 2009 – Captain Capa hits the pit!!

Frohe Weihnachten, Axxidents!!

Ahoi Freunde!

Die Capas wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, ruhig auch mal Pause machen und auf alle Aufgaben scheißen und liegen lassen, ne? Freunden und Freundinnen sagen, wie toll sie sind und verschollen geglaubte Familienmitglieder (Mütter, Väter und Omas zum Beispiel) mal wieder besuchen.

Von uns gibts auch ein tolles Geschenk. Nämlich eine erste, fertig produzierte Vorschau aufs Captain Capa Album. Viel Spaß mit AXXIDENTS!

KLICKEN!

Captain Capa – Ein Leben auf der Überholspur des Westens

Na eigentlich ist unser Twingo of Death ja meistens auf der rechten Spur durchs Land gegurkt, aber außerhalb des Autobahnkriegsspektakels haben wir diesmal echt alles Jetset-mäßig richtig gemacht. Oder die Veranstalter! Fotos von den Auftritten selber gibts noch keine, aber jede Menge Impressions und so. GOIL!!

WASSERBURG AM INN

Nach sechs Stunden auf Rädern durch Schneestürme, Regenfälle, Winterwunderländer, Baustellendrecksgegegenden und Raststätten kommen die zwei Capagnolos in einem auf Hochglanz polierten Wasserburg an. Die Stadt hat sich spitze auf uns vorbereitet! Da wurden Häuser bunt gestrichen, weil wir das so mögen, Straßen gefegt und in der Altstadt hat man sogar einen hübsch beleuchteten Markt aufgebaut. Mit vielen niedlichen Ständen und einem Bazar. Nur die dicken, bärtigen Männer in rot hab ich nicht verstanden. Bayern halt!
Wir finden den Roten Turm sofort und müssen uns kurz an die grenzenlose Nettigkeit der Menschen dort gewöhnen, die uns nach den rauhen Stunden des Autobahnkampfes völlig fremd erscheint. Jonas heißt der junge Bursche, der den Abend organisiert und er und seine Leute sind bestens gelaunt, haben tierisch Bock und sorgen dafür, dass wir uns fühlen wie Könige oder sowas. Gute Laune!! Dass der Auftritt allerdings was werden soll, ist für Maik und mich zu dem Zeitpunkt noch völlig unvorstellbar. Schließlich siehts in dem Laden normalerweise so aus:

Beim Soundcheck wird an den Tischen noch Schnitzel gegessen, aber man verspricht uns, dass sich das Restaurant in Bälde in eine Tanzhölle verwandelt. AHA!!
Auch Renate hat extra für uns ordentlich reingehauen dort im Süden! Damit wir gut in Wasserburg ankommen, hat er in letzter Zeit einige Konzerte in der Gegend gespielt und bestimmt überall gesagt „Da kommen bald zwei hübsche Boys aus dem Osten und die sind total crazy!!“ Wir hören an dem Abend nämlich mehrmals begeisterte Ausrufe wie: „BOAH IHR KOANNTS JOA DEN RENADN, WOAS!? Ja suppa machts a mal an Autogroam!?“ Geil!!
Jonas und seine Gang haben tatsächlich recht, denn als wir anfangen, zu zocken ist der Dancefloor plötzlich voll mit tanzwütigen, jungen Menschen. Wir sind wieder mal auf Wolke 666 und machen ordentlich Party. Schade nur, dass die Fuzilei nach dreißig Minuten den Spaß verdirbt und leiser dreht. Die Kellnerin ist außer sich. „Ihr moachts mir grod Ongst, wissts!!“ Das wollten wir nicht, gute Frau!
Danach wird noch guuut gefeiert und gepennt wird in einem wundervollen, riesigen Landshaus mit Knarzboden und Luxus-Bad. TRIPPELTOP!

Wir kommen trotzdem nie wieder, weil wir weder Schnee noch Berge gesehen haben! Sauerei, Vertragsbruch!!

ESSLINGEN

Nach vier weiteren Stunden auf Deutschlands kaputten Straßen erreichen wir auch die Tore Esslingens. Erst mal den Schreck verdauen, dass das Städtle doch so groß ist. Huiuiui. Aber von Aufregung keine Spur, denn auch Esslingen wurde bestens für Captain Capa gebrieft. Unser Rider ist also auch im Rathaus angekommen, denn auch hier hat man uns einen herzhaft beleuchteten Buden-Markt in der Altstadt aufgebaut. Diesmal sogar mit Karussell und Streichelzoo. Wir wundern uns nur über die Nadelbäume – eigentlich wollten wir lieber Palmen.
Das Café Fuenfbisneun zeigt sich als angenehmer Laden zum Abhängen und Abfeiern. Die Getränke sind der Hammer, die Leute freundlich und Veranstalter Leo lässt überhaupt keine Wünsche offen. Wir entdecken derweil unseren neuen Lieblings-Softdrink (Fritz-Limo Melone) und unsere neue Lieblings-Spirituose (Fritz-Limo Melone + wWwwwWWww) und fahren endlich mal wieder Mario Kart. Juchu!!
Der Autritt selber läuft vorerst leider nicht so gut. Drei Leute feiern, fünf gucken und vier nehmen schnell reißaus. Wir lassen uns aber nicht entmutigen, spielen für die drei feiernden Leute und geben Vollgas… und siehe da, es wirkt!! Leo wundert sich später: „Ja Hammer, de Ladn vollg’spielt stadd leerg’spielt!!“ Wir wissen zwar immernoch nicht, wer die Leute bezahlt hat, die plötzlich in den Club strömten und uns nicht mehr von der Bühne lassen wollten, aber sie haben ihren Job gut gemacht. Vier Zugaben, Pokémon, Klappe zu!! Danach wieder wildes Abfeiern mit den DJs. Zwei Gläser mit Trinkhalmen auf der Bassbox bereiten uns große Freude.
Zur Esslinger Sprerrstunde zieht man uns noch zu einer kleinen Privatparty nebenan, bei der es nicht weniger lustig zu sich geht. Eine surreale Scheiße ist das immer! Da hängt man plötzlich zwischen Fisch-Visuals, Cabanossi-Buffet und Minimalbeats mit fünf Chemiestudenten in der Küche rum und guckt so blöde auf die Uhr - „Oh geil, in sechs Stunden Check Out im Hotel! Yes!“
Der nächste Morgen fühlt sich an wie so was hier und wir müssen viel und lange durch die Innenstadt schlendern und in teuren Cafés rumhängen, bevor wir startklar sind für die Hardcore Fahrt nach hause. Eine letzte, krönende Abstrusität zeigt sich tatsächlich noch kurz vor der Abreise.

„Ja geil, lets go, mach mal Hörspiel rein!“
„Oh, iPod is‘ leer. Also Akku aus.“
„Scheiße, siehst du hier irgendwo ’ne Steckdose!?“
„Nö… ey. Fragen wir doch die Metalband, die da grad in den Proberaum geht.“

Saßen wir dann noch ’ne gute viertel Stunde zwischen 16 jährigen Blackmetalern und einem Sänger, der uns wahrscheinlich direkt erhangen und gesiedet hätte, weil unser türkis-farbener iPod auf ihrem Verstärker rumgammelte und Energie tanken musste. Schieeeeß mich weg du!!

Die kleinste Tour der Welt

Maik und ich zum ersten Mal zwei Tage hintereinander auf wildfremden Bühnen im Abseits der Gesellschaft!! GEIL!!

Renate wünscht sich, dass die Auftritte scheiße werden, damit die Geschichten im Blog spannender sind. Wir wünschen uns das nicht.

Ordentlich Staub gefressen…

… haben wir am Samstag im La Rouge, gleich um die Ecke. Aber erst zum erfreulichen Teil des Wochenendes.

Warum ich jetzt garkeine Fotos am Start hab, weiß ich auch grad nicht, mal Video hochladen oder so. Jedenfalls hatten die Juris im White Pig ihren Spaß, auch wenn der erhoffte Besucherschwall von 5000 tanzwütigen Menschen ausblieb. Ein paar aus Erfurt angereiste Partypeople, ein paar Frankenhäuser Standardgesichter und ein paar Jungs und Mädels, die sich auf dem Weg in die Dorfdisse verlaufen haben. Dafür haben sich wunderbare Formen der Zusammenarbeit zwischen Juri und Capa gebildet, die in Bälde dicke Früchte tragen wird. Juchu. Die Nacht nach dem Auftritt war dann wieder reichlich abgefuckt und einfach top!! Schööön das White Pig zerlegt und dann direkt in unserer Küche weitergemacht. Maik hat gegen 05:00 noch mit der Klospülung, und eine halbe Stunde später mit dem Job gekämpft. GEIL!!

Am nächsten Tag dann ein bisschen Burn-Out in der Birne. Wenig gepennt, Beine noch wacklig, und auch der Döner-Kick in den Tag kann die Motivation auf den Gig am Abend nicht steigern. Während die Juris ihre Cobra satteln und nach Leipzig durchstarten, wo sie sicher ein mega hirnloses Ding abliefern werden und alles kaputthauen, machen wir uns bereit für unseren ersten Besuch im Kindelbrücker „La Rouge“. Der Abend ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt, aber Veranstalter Ali hat schließlich Geburtstag, will uns hören und gibt sich Mühe.

Wir erklimmen die kleine Bühne, verkabeln unseren Quatsch und hängen die Lichterketten auf. Ist ja bald Weihnachten. Dann spielen Maik und ich eine Stunde für uns selbst. Die Leute wollen am liebsten abhauen, können aber nicht, da es im La Rouge nur einen Floor gibt. So starren wir 60 Minuten in mürrische Gesichter unter bunt frisierten Elektrohaaren. Oh oh. Zwischendurch vereinzelt hier und da ein tanzender Unterleib, ein Zucken im Fuß. Sonst nix. Die zweihundert Leute postieren sich kreisförmig im Raum, Durchschnittsabstand zur Bühne zehn Meter. Geil. Das fliegende Ei hat gefehlt, hätte den Abend perfekt gemacht.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigt sich, als nach dem Gig zwei völlig überstylte Mädels an die Bühne kommen. Doch jemand, ders wenigstens lustig findet? „EY!!! SAGT DEM SCHEISS DJ MAL, DER SOLL MAL MINIMAL MACHEN EY!!!“ „Nee, macht der nicht. Ist nicht sein Ding.“ „WASN DAS FÜRN BEKACKTER LOSER EY!? MUSS DOCH WÜNSCHE SPIE…“ BAMM!!! Maik hat den beiden flugs seinen Microkorg über den Schädel gehauen. Dummerweise musste ich die ganze Zeit an einen Track von Frittenbude denken, den ich hier nicht näher erwähnen möchte. Haha.

Ein Mädel im Internetz fasst die Grundstimmung des Publikums nochmal gut pointiert zusammen:

„la rouge war samstag das erste ma voll bescheiden… die 2 vögel, die am anfang mit ihrer weihnachtslichterkette aufglelgt haben, gingen ja mal gar nich… naja… und danach wurde es nur geringfügig besser… mal war die musi laut… dann wieder leiser… naja. wem’s gefällt … bitteschön, aber das war hoffentlich das letzte mal, dass ich das la rouge um 1 verlassen musste, weil ich die musi unerträglich fand…. danke.“

Haha. Aber auch irgendwie ein Teilerfolg. Hier trotz allem ein paar Fotos.

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Hier noch ein paar COOLE LEUTE!!

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You name it…