Archiv für Juli 2009

Herbert Furtsgassig

Haben den verschollenen Werbeclip zum Debut-Album gefunden. Stargast: Herbert Furtsgassig aus Texas Ohio Michigan.

Das Befit Debakel und unsere Wiedergutmachung

Unseren ersten Festival-Auftritt haben wir also gehörig vor den Baum geschossen, haha. Wir können immernoch nicht sagen, worans lag, aber die Technik wollte wieder nicht. Die Soundkarte ist ständig aus dem System geflogen, daraufhin hat sich Ableton verabschiedet und das Spiel haben wir gleich fünf mal gespielt. Vielleicht wars die Erdung, vielleicht wars ein Wackler – vielleicht wars aber auch einfach nur der beschissene Fluch, der uns verfolgt, seit dem wir zusammen als Captain Capa unterwegs sind. Aaaaber von vorn.

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Meistens sahs vor der Bühne leider so aus. : (

Man weiß nicht so recht, was beim Befit schiefgelaufen ist, aber der große Erfolg wollte dem Debut-Festival leider nicht gelingen. Das Wetter war megascheiße und alles versank im matschigen Acker, weshalb wohl die Hälfte der Vorkarten-Käufer schon keinen Bock mehr hatten und garnicht erst gekommen sind. So blieb der erhoffte Publikumssturm leider aus. Bands wie KIZ oder Sugarplum Fairy haben sicher länger nicht mehr in so einer „privaten Runde“ gespielt, haha. Wir leiden mit den Veranstaltern und ärgern uns ein bisschen, die Organisation war nämlich sehr cool und wir fühlten uns als Band recht wohl. Ja!

22:00 sollten wir dann im Zelt vor einer ansehnlichen Traube Partypeople spielen. Daraus wurde erstmal nix, aus oben beschriebenen Gründen. Mehr als fünf Takte Sweat war nicht drin, zum Ärger des Publikums und zum noch größeren Ärger für uns. Wir haben versucht und gemacht, geklickt, neu hochgefahren, Kabel umgesteckt und Treiber installiert und nebenbei versucht, die Leute im Zelt zu behalten. Witzig war, dass der Laden während der Panne immer voller wurde. Irgendwann mussten wir einsehen, dass wir so nicht weiterkommen und ein Notfallprogramm auffahren. Windows Media Player an, Playbacks abschießen und den Rest improvisieren. Mega ätzend, weil wir somit weder Gitarre, noch Controller oder Autotune-Shit benutzen konnten und der Media Player viele Songs schlicht weg garnicht abspielen wollte. Abgesehen von dem Gefühl, der Vollhorst des Abends zu sein, natürlich.

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„Technik-Supergau ;) “ steht beim Fotografen drunter

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Wir haben dann aber tatsächlich knappe 35 Minuten (mit Soundkarten-Aussetzern) durchgezogen und seltsamerweise blieb die Crowd trotz der Mainstage-Konkurrenz (Donots grad am Start) bei uns und hat gefeiert. Wahnsinn! Wir haben das beste rausgeholt, alles gegeben was irgendwie ging und trotz allem den SCHEISS DURCHGEZOGEN. Yeah!!
Danach haben die Juris das Zelt nochmal megafett abgefackelt und ich hab noch zwei-drei Mal meinen vokalistischen Senf dazugegeben. Sehr geil!

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Zum Schluss die Kühlschränke DER GROSSEN ausgeräumt, war ja keine Sau mehr da und ab in die Pension. Also in die fünfstöckige Schlafbaracke. Grusligster Schlafplatz ever, Horrorfilm DELUXE. Trotzdem gut gepennt.

Zu unserem Angebot:

Wie versprochen werden wir in nächster Zeit einen Gig hier bei uns organisieren, bei dem BesucherInnen des Befit-Samstags kostenlos reinkommen werden. Dann machen wir unsere Panne wieder gut, spielen ein ausgedehntes, funktionierendes Set und sorgen für einen guten Abend. Das Ganze wird wohl im DOMizil Bad Frankenhausen stattfinden. Näheres dann hier, auf Myspace, Twitter oder sonstwo… Ihr wisst bescheid.

neue fotos

… sind endlich online! Hinter der Kamera stand dieser nette Herr:

Fotos gibts hier!!

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Schmelzfestival

So, da sind wir wieder. Während Kollege Fuzz Buzz noch mit den Boys im Schlamm zeltet und sich mit Pfeffi gegen heranwehende Lüfte der Dixie-Kolonie wappnet, mümmelt sich unsereins bereits in die Betten, vor den Rechner oder unter die Dusche. Wir sind wieder zu Hause, und schön wars, das MELT.

Diesmal wurde meine uneingeschränkte Liebe gegenüber dem vermeintlich schönsten Festival unserer Breitengrade zwar gleich mehrmals hart auf die Probe gestellt, nach zwei aufregenden Tagen in der durchtrieben bunten Masse aus herausgeputzten Indiekids und Pillenravern ist es natürlich dennoch die Begeisterung, die bleibt. Das schöne Gefühl, als Zuschauer live noch mitzufiebern und als Saufkumpane auf dem Zeltplatz mitzulachen. Premiere diesmal auch: als Lover die Stütze im Crystal Castles Pit spielen und bei Phoenix den Arm leihen. Sehr gut!

Neben unfassbaren Auftritten von den gewohnt düsteren Crystal Castles (von wegen übersteuertes, unkontrolliertes Krachgematsche mit talentfreiem Schminkschreihals – für mich ist DAS Punk, ich kann mir nicht helfen, sick!!), den hibbeligen, angenehm poppigen Gossip, dem sehr gemütlichen Clicki auf der kleinen Schuhbühne, den bahnbrechenden Digitalism, die tatsächlich bestens auf die ganz große Bühne passen und bombastische neue Songs im Gepäck hatten und dem persönlichen Highlight beim großen Phoenix-Feuerwerkkkkkk…. (kurz nochmal Schachtelsatz im Kopf zusammenfügen und zum Negativen umschwenken, Freunde)… gabs diesmal leider auch einige Ärgernisse. Für die das Melt übrigens nix kann, vorweg.

Schade, schade: Foals nicht am Start. Aaargh!!

Ätz, ätz: Gewitter, Regen, Sturm!! Twister Szenerie vor Sonnenaufgang. „WOOO IS UUUNSER ZEEEELT!?!?“ „IIICH WEIIIISS ES NIIIIICHT, MEIIIN AUUUGE BREEENNT!!“ Ich weiß schon, warum ich Zelten ätzend finde. Freitag Nacht absolutes Horrorszenario für jeden Anti-Camper. Hilfe, Hilfe.

Enttäuschend: Meine Lieblingsband. Kein Scheiß. Nach drei allesamt glänzenden Bloc Party Konzerten in den letzten Jahren jetzt also der „Uff“ Moment. Nachdem Phoenix seeehr charmant die Bühne abfackelten und einen Hit nach dem anderen zwischen die Kräne feuerte, lag die Messlatte natürlich hoch. Sollte aber machbar sein, für Lieblingsband, oder!? Aber da war wohl diesmal der Wurm drin. Keiner weiß, was Kele Okereke an diesem Abend geritten hat… ich vermute schmierblattmäßig mal eine Mischung aus zu tiefen Gläsern, zu bunten Pillen und zu lauten Lobhudeleien in den letzten Jahren. Bloc Party sehen weder spielfreudig noch gut gelaunt aus und irgendwie fehlt das Zackige, der Druck, für den ich die Jungs so fanboymäßig abfeiere. Ein völlig zugedruggter Frontmann stolpert über die Bühne, watscht lieblos und gerne schief auf seiner Gitarre rum, singt nur jede zweite Zeile ins Mikro und konzentriert sich zwischendurch lieber auf Rockstar-Sprüche und Techniker-Beleidigungen. „We‘re gonna stop making bullshit and start partying aren‘t we!?!?“, „From now on we‘re going to stop pussying around!!“ und „How are you doing, fuckers?“ sind einige der, wahrscheinlich nicht 100%ig korrekt rezitierten, Kommentare, die ich mir gemerkt habe. Uff. Schwerer Schock für den geneigten Verehrer, und auch Frau Freundin ist perplex. „Äääh… welches Lied soll das sein?“ „Ich glaube, das ist Two More Years.“ „Oh. Ooooh.“ Naja. Nächstes Mal wieder? Diesmal jedenfalls schööön von Phoenix und Digitalism an die Wand gerotzt!

So, soll reichen. Alles in allem wieder ein wundervolles Melt-Festival, nach meiner Pause im letzten Jahr. Schön und nennenswert auch die Konzerte von Delphic, Bodi Bill, Röyksopp, Mikroboy, Simian Mobile Disco und vieeelen, vielen anderen. Besonders lustig hingegen die immense Steigerung an Shake-Hands dieses Jahr! Sooo viele bekannte Gesichter, geil!

Wir sehen uns nächstes Jahr. Demnächst Straffie-Fotos und vielleicht der ein oder andere Thekenschwank.

machdeburch nochmal

Wir sind da. Ihr auch!?

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