Während Deutschland sich für die nächsten vier Jahre direkt noch ein Stück tiefer in den Dreck gefahren hat, mussten Maik und ich uns gerade auf einer langen Autofahrt vom Vorabend erholen. Stuttgart wollte kaputtgeraved werden und Stuttgart wurde kaputtgeraved.

Über die Kaputtraven-Partys haben wir ja doch schon einiges gehört, und immer haben sie alle geschwärmt. Das DJ-Team Prinzip Elektro führt als musikalischer Rahmen durch die Nacht und schafft das mit einem sehr knarzigen Elektromix zwischen Indie und Bollertechno. Außerdem hatten die 18 Leuten auf der Gästeliste!!! Weiter so, Boiz! Dann haben wir endlich mal Freakatronic live gesehen. Also, Maik schon zum zweiten Mal, der weiß von seiner Freakatronic Premiere allerdings nix mehr. Spitzen Bühnenshow, großartiger Party-Live-Act. Veranstalter top, Laden top, konnte also eigentlich nix schief gehen. Ging auch nicht.

Es gab Konfetti, Zugaben und ENERGY. Außerdem habe ich mir, zum zweiten Male nach einem sehr abgefahrenen Auftritt im Erfurter Unikum letztens, den Traum erfüllt, doch einmal Gitarre auf der Bühne zu spielen. Spielen ist übertrieben, aber auf einer Saite Tonleiter hoch und runter dudeln BRINGTS TOTAL!!

Auch Maik war hochkonzentriert und voll dabei, auch wenn er durch diverse Freudensbekundungen des Publikums nicht selten aus dem Konzept gebracht wurde. „AAAAAH!!!“ Das Geschrei der Liebe.

Es gibt also nicht viel zu sagen. Geile Leute überall, wahnsinns Feier danach und alles top. Heidenei. Die Fotos stammen vom GIG-BLOG.NET, dankeee! Da gibts auch einen Bericht, in dem folgendes steht:
„Einstieg erfolgt also bei Captain Capa: Hey, die gehen ab. Ohne intellektuellen Überbau machen die Elektro-Punk-Rave, schnell, schmissig, tanzbar. Die beiden jungen Herren rufen ihre Sequenzen brav vom Laptop ab, effekten dann aber ordentlich mit Korg & Co drüber und geben eine Gesangs- und Performancevorstellung wie vor ein paar Monaten Friendly Fires im Keller Klub. Britisch, unbeschwert, mit Freude und Herzblut dabei. Klingt ein bisschen wie Digitalism mit einem aufgewachten Robert Smith (The Cure) als Sänger. Dabei kommen beiden aus Thüringen. Das hört man ein bisschen, als einer der beiden (war es Tobias Rapp oder Hannes Naumann) bei der Ansage zum nächsten Song angeblich einen Zuhörer lachend mit den Worten zitiert: “Halt dein Maul und Spiel”. Es folgt das für mich interessanteste Stück. Captain Capa steigt ab vom gallopierenden Techno-Spaß-Pferd und geht mit schwerem Gerät zu Fuß weiter, in monotonem Mid-Tempo, aggressiv-verzerrtem Gesang, in bester EBM-Manier. Davon hätte ich mir etwas mehr gewünscht, aber so war’s auch toll. Dem Publikum hat es ordentlich gefallen, das ging mindestens genauso ab wie Captain Capa.“
DANKESCHÖN!
Auch nochmal ein fettes JAWOLLOOOOH (heilige Scheiße) nach Erfurt für die wirklich sehr, sehr spaßige Nacht im Unikum. Vielleicht nicht unser sauberster Auftritt, aber wohl unser abgefahrenster ever. Viele Zugaben, viele Spielereien und jede Menge Blödsinn. Danach mit Escape Hawaii einen Autoschieberring aufgedeckt! SPANNEND!