Erfahrungsbericht Leipzig Releaseshow

SCHIEEEEESSMICHWEGDU!!

Nach dem Volldesaster am Donnerstag gings Freitag zum Glück mit geschlossenen Augen und einer gewitzten Truppe in der Karre nach Leipzig, wo die Herren Egotronic und Frittenbude zur feierlichen Entweihung ihrer neuen Silberlinge einluden.
Genau ein Jahr ist es her, da durften Maik und ich zum ersten Mal in die Klangwelt von Bratze eintauchen, heute sollten es die drei Pandabären aus München sein, die unsere Hörmuscheln mit ihren dreckigen Electribe-Beats entjungfern. Nicht minder groß dabei die Spannung auf die Egotronics, an denen wir uns schließlich noch für das jämmerliche Ergebnis beim Minigolfen zu rächen haben. Doch das ist nicht nötig, denn die Herren der Schöpfung beschließen, die missliche Niederlage vom Cup von Bad Frankenhausen einfach mit der dicksten Party zu entschädigen, die sie gerade flugs auf die Beine stellen konnten. Schnell werden 700 verrückte LeipzigerInnen eingeladen und drei chaotische Bayern auf die Bühne gestellt.
Für einen kurzen Moment bleibt überraschend festzuhalten, dass das Publikum sich vom ersten Beat mitreißen lässt und sich dem fettigen Genuss voller Hingabe zuneigt. Ein Blick auf die in Frittier-Öl getränkte Bühne beantwortet allerdings alle Fragen. Was die Jungs da von Anfang bis Ende für ein Feuerwerk zünden, muss einfach bejubelt werden, egal ob man den eingängigen Bollersongs bereits bekannt ist, oder Premiere mit Frittenbude feiert, wie wir. Ein Vulkanausbruch melodischer Aggrosongs schwappt da über die Masse und keiner kann sich halten. Spätestens bei „Mindestens in 1000 Jahren“ ist bei uns alles vorbei und wir knien in euphorischer Danksagung nieder.
Meiner steten, körperlichen Verfettung ist es wohl zuzuschreiben, dass es mich nach 45 Minuten Panda-Action nach draußen zieht, um Luft zu schnappen, weshalb ich den nahtlosen Übergang zum Egotronic-Startschuss verpasse. Also kurz einatmen und wieder rein ins Getümmel. Ab da hab ich nur noch bunte Bilder, lautes Geschrei und den unfassbaren, neuen Todes-Gesang von „What I Don‘t Do“ in Erinnerung. Dabei hab ich nur Cola getrunken. Auf der Bühne müssen die Massen im Zaum gehalten werden, die gigantische Discokugel schwebt in pinkfarbenem Licht über den schwitzigen Köpfen, auf den Tribünen springen sympathische Hirnverbrannte auf und ab und hin und wieder fliegt einem ein Fuß ins Gesicht. So muss das sein!! Nach einer Stunde sind die Stimmbänder tot, die Beine lahm, die Frisur six feet under und das T-Shirt nass. … und stolz darauf!! Unser Spaß sieht halt anders aus, nä!?
Nach längerer Verschnaufpause, für die der heiß erwartete 1 Foot in Da Rave Auftritt flöten gehen muss, bietet sich der/dem geneigten ZuschauerIn noch ein volltrunkener Rampue, der trotz Motorik-Schwierigkeiten ein Set durch die Boxen schießt, dass wir zu gerne den Hanseln in der hiesigen Dorfdisse vor die Nase halten würden. „Guckt ihr mal, ihr Schimpansen der Housemusik. Das da ist ein Künstler. Ihr seid Affen! Nichts als haarige, sabbernde Affen! Kunst – Banane!“ Rampue überzieht und überzieht und keinen störts. Nur auf freudige „COBRETTI!“ Rufe reagiert er nicht. Dafür Artur und Frittenjakob, die daraufhin in Audiolith-Uniform anstiefeln und uns kurzerhand bewaffnet aus dem Haus prügeln.

… Nein, leider nicht. : ) TOP!!

Ich grüße Sie, ihr Alexander von Eich

So viel mehr gibts da: BING.

Bilder und Videos werden nachgereicht. SD Karte vergessen.


2 Antworten auf “Erfahrungsbericht Leipzig Releaseshow”


  1. 1 kapsler hauser 03. November 2008 um 19:11 Uhr

    hab euch ja später leider nicht mehr getroffen :(
    schulde deinem kollegen noch 4 euro. bekommt er beim nächsten mal.

    haut rein,
    torsun

  2. 2 ashi 04. November 2008 um 0:27 Uhr

    Macht nix, Torsun, wir sind doch neureiche Ossikinder! :)

    Beim nächsten Mal!

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