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BAD FRANKENHAUSEN UND WIR, EINE LOSE LOSE SITUATION

Liebe Heimatstadt,

wir wissen, es ist nicht leicht dich zufriedenzustellen. Wir wissen, wir haben dich in den letzten Jahren vernachlässigt und uns lieber in den Metropolen, Großstädten, Gold- und Schandflecken des Landes herumgetrieben. Hin und wieder sind wir dir sogar in der Schweiz fremdgegangen, wenn es hart auf hart kam auch in Österreich. Wir bieten dir dieses winzige Konzert im DOMizil Bad Frankenhausen als Friedenspfeife, als PEACE OUT an. Wir können uns schon denken, wie du uns behandeln wirst. Du wirst deine Kids in die Clubzone schicken, einen Bogen um die großen Jungs gehen, die so selten musizierend vorbeischauen. ÄTZ!! Mögest du uns diesmal eine Ausnahme gewähren, und die Vogelschar – ob klein ob groß – in unsere warmen Hände führen, auf dass wir ihnen zeigen können, wo der Hammer hängt. Es kostet auch nichts und wir machen uns hübsch!

Kurze Rede, langer Sinn: so schnell kommen wir nicht wieder, also bewegen wir unsere Kleinstadtärsche alle brav da hin:

FUCK, YEAH // START: 21:00

von schnecken, blut und bechern

Die Toten Tiere ziehen winkend an uns vorbei, der Alltag kehrt wieder in unsere tristen Kleinstadtleben, der erste Schnee fällt. Ein guter Zeitpunkt, um sich mit einem warmen Kakao und drei winzigen Teelichtern, eingemümmelt in eine Wolldecke, in den Schaukelstuhl zu setzen und das Märchenbuch aufzuklappen. Es sind noch nicht alle Geschichten erzählt!

Donnerstag – Heidelberg – Teufel

Willkommen zurück in der satanischen Brunfthölle Heidelbergs. Durch nerdige Internetconnections seit jeher mit dem Bandenchef verbunden und den Geschmack des tiefgekühlten Jägermeisters vom letzten Renate / Capa Konzert in hiesiger Lokalität noch auf der Zunge spührend war die Vorfreude auf den Abend in der Studentenhochburg selbstverständlich groß. Dass Heidelberg unseren Ansprüchen an dem Abend leider nicht gerecht wird, macht uns alle traurig. Im Backstage reicht man sich Taschentücher und weint.

Marco: Was haben wir nur falsch gemacht!? Was nur, WAS!?
Henry: Ich sag noch, lern endlich den scheiß Slayer Song, Marco!
Hendrik: Kinder, beruhigt euch! Nehmt erst mal eine Orange und einen kräftigen Schluck Tee!

Ein großes, zeremonielles Vorkommnis soll den Abend zu etwas ganz besonderem machen: unsere Rumpelkapellen tauschen Abschiedsgeschenke untereinander. Wahnsinn! Während Firma Captain Capa mit einer gezeichneten Tourcollage, randvoll gespickt mit billigen Insiderwitzen, zu glänzen versucht, schießen die Halben Hemden alle Tauben vom Himmel und geben uns eine wundervolle, pfeifende Porzellan-Schnecke mit auf den Weg. Sie entpuppt sich als brutal schlauer Schnecken-Detektor, der nur pfeift, wenn man einen Lahmarsch scannt! WAHNSINN! Aber erstmal Konzert spielen.

Wir haben auf der Bühne unseren Spaß, und auch wenn der totale Dancemob nicht ausbrechen will, geben wir ein feines Konzert mit feiner Zugabe. Widersprüche von Klöpsen aus der ersten Reihe werden brutal mit dem Kaosspad zermürbt, was beim Rest der Heidelberger Studentenmeute amüsiert aufgenommen wird. „FRANZ FRANZ FRA FRA FRA FRANZ.“ Supershirt erleben zum ersten Mal in ihren vergoldeten Poopoo Leben eine kleine Schlappe – drei Studenten verlassen missmutig das Konzert noch VOR dem großen Tote Tiere Finale. Die Taschentücher im Backstage stehen zum Glück schon bereit!

Der großartige Sauerbraten vom Superlucht rettet uns allen den Abend. Nur Schnaps ist nicht. Hä!? Zum Glück haben wir vorgesorgt und diverse Köstlichkeiten aus der Heimat mitgebracht. Es gibt Pfeffi, Sauerkirsch und Kobold. Das beste Mixgetränk der Welt. Immerhin ist die Unterbringung heute erste Sahne!! Wir haben ein Zimmer zum Schlafen und sogar Matratzen!! Zum Frühstück gibt es Orangen und Tee und eine kleine Toilette ist auch da. TOP!!!

Freitag – Dresden – Chemiefabrik

Die Wege der Supershirts und Captains trennen sich an diesem Mittag, und das macht uns alle traurig. Hirni Wott kann es nicht fassen und macht Reisegruppentitel RAPE‘N'KILL noch einmal alle Ehre, indem er den Hamstercaptain auf der großflächigen Motorhaube des Honda Prelude wegballert. Aua, aua!!

Die Fahrt nach Dresden zieht sich gewaltig in die Länge. Uns geht es semi-gut und auch der bevorstehende Abend bereitet uns große Sorgen. So spaßig es auch ist, in zugesprühten, linken Einrichtungen zu spielen, so vage ist es auch häufig um die Technik, den Sound und das Drumherum bestellt. Tatsächlich nach Ankunft erstmal der große Schock:

Techniker: Wie? Ihr seid ’ne Band?
Maik: Ja, hallo! Wir sind Captain Capa.
Techniker: Ihr legt nicht auf?
Maik: Nee, wir spielen live!
Techniker: Also kein DJ Pult?
Maik: Für uns nicht. Wir brauchen Platz. Zum spielen!
Techniker: Was noch?
Maik: Vier Mikrofone, drei Stative, zwei Monitorboxen, vier Klinkeneingänge, drei…
Techniker: Uuuufffffff…

Aber, aber. Kein Grund zur Aufregung! Während Maik und ich uns vor Angst in die Hose machen, steigt in der Chemiefabrik plötzlich der feine Geruch von frischem Gras durch die Luft. Man versichert uns, dass „alles cool wird.“ Tatsächlich – und das verschlägt uns eine Stunde später fast den Atem – werden plötzlich alle nötigen technischen Quereleien aus dem Weg geschafft. Wie von Zauberhand steht jeder Fetzen benötigtes Equipment auf der Bühne. Woher auch immer es gekommen sein mag, es rettet die Nacht! Ähnlich zauberhaft sind auch die 120 Leute, die sich in der Chemiefabrik einfinden und schreien, als wir uns edel und anmutig wie Zementsäcke auf die Bühne schwingen. GEIL!!

Das Konzert ist Bombe, wir schwitzen wie kleine Schweinchen im Dauerlauf, das Publikum ist wundervoll und zwingt uns zu fünf Zugaben. Bis nichts mehr geht! Eieiei!!

Am nächsten Morgen gibt es feinsten Schweinekopfschrott zum Frühstück!

Samstag – Bischofswerda – Club East

Nachdem Maik und ich gefühlte zwanzig Stunden in den Dresdener Einkaufsmeilen verbringen und ordentlich den Swag aufdrehen, kommen wir irgendwann im verschlafenen Bischofswerda an. Erste Überraschung: wir spielen an einem Indoor-Strand.

Wir fühlen uns ein bisschen wie zuhause – Beachparty im SAX. Sauber!! Wir sind uns sicher: das wird der Abend unseres Lebens. In der Euphorie der Vorfreude spielen wir dieses lustige Quiz mit Bühnenstrahlern. Vorhang auf für das irrsinnige LABELRATEN!!

Der East-Club füllt sich in Kürze mit… ja womit eigentlich? Menschen, auf jeden Fall! Menschen aller Coleur! Emokids, Discojunk, Hardcoremob, U18, Ü30, Muttizettel, Technohead, Dorfstyler, Indiekid, Raproboter – alle finden sie sich ein. „Was ist denn hier los? Das ist ja eine bunte Mischung!“ „Ja, ist halt der einzige Club weit und breit.“ Awesome! Blöd nur – und das wissen wir alle – dass die Hundertschaft an Dorfjugend nicht wegen uns da ist. Ein kleiner Fanclub verirrt sich dennoch in die erste Reihe und hilft uns beim ZIEHEN. Darum geht es an diesem Abend! Leute ziehen! Nach anfänglicher Verwirrung kann die Masse unter Palmen allerdings gefluxt werden, und am Ende wollen doch alle bloß immer mehr. Ha!! So läuft das, ihr Süßen!

Irgendwann gegen 04:00 morgens, der Alternative DJ spielt gerade einen totalen Geheimtipp namens „Smells Like Teen Spirit“, verwandelt sich das Massaker der Gefühle dann leider in ein Massaker der Hautfetzen. Ein zugekokstes Nazipig schleudert seinen Glatzkopf durch die bunte Mischung lustiger Kids. Dass er dabei ausgerechnet meine Augenbraue erwischt, ist vielleicht ein Wink des Schicksals. „Hannes, runter vom Floor, du kannst nicht tanzen!“ Dann geht alles ganz schnell! Schwarz vor Augen, vorsichtig mit der Hand vorfühlen… „Bidde kein Blut, bidde jetzt kein Blut!“

Hannes: Maik.
Maik: … und dann sind wir nach Dresden gefahren, haben da…
Hannes: Maik!
Maik: … da steht der Techniker so da und ist voll erschrocken weil..
Hannes: MAIK!
Maik: Hannes was is… AAAAH!!! SHIT!!

So schnell kanns gehen. Mein Backstage für die Nacht ist also die Bischofswerdaer Notaufnahme, die sich alle Mühe gibt, meinen betrunkenen Schädel zu flicken, und dafür sogar die Pein des angetrunkenen Laberschwalls über sich ergehen lässt. Es gibt fünf Stiche und jede Menge Blut und alle sind zufrieden!

AUA AUA!!

Schade, dass die Geschehnisse nicht heldenhafter waren. „Da war dieser Typ, der hat den Tresen angebrannt, da bin ich hingegangen und hab ihm die Zähne einzeln rausgeprügelt und ihn auf den Mond geschleudert!! Leider stürzte ein Mondsplitter herab und traf mich auf der Stirn!!“ EGAL!

Ein winziger Kreis netter Mädchen, die längst hätten zuhause sein sollen!!!, wartete noch im sich leerenden Beachclub um uns folgendes, liebreizendes Geschenk zu überreichen:

Wir freuen uns und gehen schlafen.

Paderborn / Jena

Am nächsten Wochenende packen wir unseren Homie Mario mit in die Karre und fahren nach Paderborn. Wir stellen fest, dass keiner auch nur irgendetwas über die mysteriöse Stadt weiß. Vor Abfahrt wissen wir noch nicht mal, in welche Himmelsrichtung es gehen soll. Jetzt wissen wir immerhin, dass es in Paderborn 20.000 stationierte UK Soldaten gibt, die das Nachtleben zur Hölle machen. Super!! Wir spielen vor einer winzigen Traube Menschen und geben trotzdem Gas. Tanzen traut sich keiner, dafür ist zu viel Platz auf dem Danceteppich, aber schön finden sie es wohl trotzdem. „GREAT SHOW MATE I LOVED IT!“ Thääänks! <3 Eine kleine Truppe ganz bequemer Damen verharrt während der Show in einer gemütlichen Sofa-Ecke mit direktem Blick zur Bühne. Nie wieder Sitzplätze!! Furchtbares Gefühl!

Die Nacht wird trotz Nahtschmerzen, Grippescheiß und einem eher zweitklassigem Bühnenerlebnis zu einer feinen, runden Geschichte. Wir versaufen das Dreifache der Abendeinnahmen und überraschend kommt es zu einem Captain Capa Ashi DJ Set, dass dem harten Kern viel Freude bereitet und auch Maik und Mmmario auf den Dancefloor lockt. Super! Veranstalter, Laden und Technik sind übrigens top – null Abzüge!!

Auf dem Weg zum Hotel lernen wir dann noch den nettesten und witzigsten Taxifahrer der Welt kennen.

Maik: Ich steig dann mal ein…
Taxifahrer: *fährt los*
Maik: EY!! WAS GEHT AB!?
Taxifahrer: Was steigst du so langsam ein ey!?!
Maik: Ey ich hatte meinen Fuß noch draußen was ist los!?
Taxifahrer: Ja sei nicht so lahm ey Mann…
Hannes: Hm, okay! Wir müssen in dieses Hotel! Ohje, was für eine edle Visitenkarte.
Taxifahrer: Zeig mal her ey. Was daran edel?
Hannes: Aquarellpapier! Schön!
Taxifahrer: Aquapapier ey, Wichspapier oder was, hehe!!
Hannes: Bitte?
Taxifahrer: Wichs ich drauf ey!! Machsu meinen Wichsfleck rauf und schreibst hinter so RELL.
Hannes: Hm… funneeeh.
Taxifahrer: Was ey!? Willsu mal kosten Wichspapier oder was!? Milchpapier LOL!!
Hannes: omg
Maik: Sie sollten vor ihrer nächsten Fahrt weniger saufen, Sir.

Mit Zwischenstopp im schönen Frankenhausen, wo wir uns alle einmal den Dreck vom Körper schütteln und uns jeweils vier mal duschen, fahren wir weiter nach Jena. Die Captain Capa Goldkehle ist inzwischen völlig am Arsch und fügt jedem zweiten Wort ein widerlich schleimiges „HUST RÖCHEL KRAAARZ“ bei. Super, dass das HAUS in Jena durch Zentralheizung, wunderschöne Backstage Räumlichkeiten und idealen Bühnenzugang glänzt. HIHI. Quark! Das HAUS ist Punk und das ist gut so! Nicht immer leicht, aber gut so! Draußen ist es nass und bitterkalt und drinnen passiert uns endlich der Supergau:

Mario: Wo ist eure Soundkarte?
Hannes: Laptoptasche!
Maik: Nnnope.
Hannes: Gummitasche!
Maik: Nnnope.
Hannes: Kabeltasche?
Maik: Nnnope.
Hannes: Okay. Shit.

Eine Elite-Einheit aus Frankenhausen muss in mein Zuhause einbrechen und uns die Soundkarte ins 1 1/2 Stunden entfernte Jena mitbringen. Shhhhhit. Tausend Dank an dieser Stelle nochmal! Nachdem wir die wartende Menge mit Russ Chimes DJ Sets und kurzen Ausflügen in die Welt des Bloghouses gequält haben („WANN FANGT IHR AN WAS DAS FÜR SCHEISS!?“) können wir endlich loslegen. Was auch bitter nötig ist, denn Captain Ah-Ah sind unterkühlt und laufen bereits blau an. Die Leute im HAUS machen ihrem Ruf alle Ehre und das Konzert wird, wie jedes Jahr, Bombe. Ein paar winzige Unstimmigkeiten im Feeling machen sich breit – wir haben keine Ahnung, worans liegt und machen einfach weiter. Vielleicht liegt es tatsächlich am Captain Capa Keuchhusten, der nach weiteren Stunden in Minusgraden und Dauergebrabbel nach dem Auftritt in einer furchtbar Opa‘esquen Hust-Eskapade gipfelt. Furchtbar, aber so ist das. Wir verabschieden uns beim Veranstalter und düsen nach Hause!

Juchu!! Jetzt Pause, Songs schreiben, arbeiten, ausruhen, gesund werden. Am 03. Dezember kurzes Zwischenspiel in Bad Frankenhausen, was auch immer das werden soll, und am 17. Dezember große Knallerparty in Erfurt!

MÄRCHENBUCH ZU! GUTE NACHT!

TOTE TIERE / REDUX

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Was passiert mit toten Tieren, wenn sie zu lange liegen oder die Seuchenbehörde den Schmodder aus Trägheit einfach auf dem Asphalt kleben lässt? Sie verschimmeln, verrotten, fangen an zu stinken und alles was bleibt ist eine Hand voll Fliegen und die Tragödie! SICK!! Tote Tiere, das sollte sich inzwischen auch in der hintersten AJZ Toilette rumgesprochen haben, sind wir ganz gewiss: die Symbiose aus Supershirt und Captain Capa. Das Wolfpack, das dreckige Hyänengespann. Aber verrotten, stagnieren – das ist nicht unsere Welt. Reisegruppe Sauf und Klau – upgrade, höher, schneller, weiter. In Bewegung bleiben, bloß nicht verrotten, bloß keine Fliegen ansetzen. SCHARF GEHTS!

Erstes Ziel MAGDEBURG. Es ist Donnerstag, die Lokalität gleicht einem Wohnzimmer, ein Café der Liebe, Teppichästhetik und Polstermöbelpower. Wahnsinn, wie sehr der Schmerz der kurzzeitigen Trennung an uns nagte! Endlich wieder Supershirt, endlich wieder umarmen und liebhaben! „WAS HABEN WIR EUCH VERMISST!“ „WIR EUCH AUCH FAST SO HALB SCHON!“ Was soll das nächste Woche bloß werden!?

Das Café Central füllt sich bis in die letzte Fuge, niemand schwitzt so stark wie wir! Geile Anekdote, die uns einmal mehr als Vollidioten outen wird:

Styler-Hannes: Maik, es wird heiß!
Styler-Maik: Ja, lass mal die Haare EXTRA fest sprühen!
Styler-Hannes: Gute Idee, bloß keine fiesen Scheitel! *SPRÜÜÜÜH*
Styler-Maik: *SPRÜÜÜÜÜH SPRÜÜÜÜH*

Wenig später auf der Bühne:

Schweiß-Rinnsal-Maik: HANNES!! MEINE AUGEN!! AAAAH!!
Schweiß-Rinnsal-Hannes: AAAAARGH SAME HERE HOLY SHIT, ES BRENNT! ES BRENNT!!

Egal. Auch weniger heiß: der hiesige Beschallungsapparat, in dessem Inneren scheinbar Mäuse, Schlümpfe und Panzertape wilde Kämpfe um das Ausgangssignal der Monitorboxen austragen! Heißt im Klartext: das elektronische Emo-Duo eures Vertrauens spielte zeitweilig taub. Das Publikum wird beschallt, die Bühne bleibt stumm. „Sing ich das schief!?“ „Ich glaub, es geht!“ „Hm. Okay!“ Die Meute spürt, da stimmt was nicht, und beschließt, heute einfach mal ein stückweit gemein zu sein. Verhaltenes Tanzen, verhaltenes Klatschen. Feierliche Krönung der musikalischen Darbietung: ein Komiker in der ersten Reihe, der seine Mitmenschen mit einer Dose Raumspray besprüht, sich von uns „Kids On Fire“ wünscht, und sich bedankt, indem er mir den Schädel auf die Bühne drückt und den Damen der Schöpfung zu Leibe rückt. Ein Held!

Supershirt verstehen es, auch die Hürde der schwitzigen Enge und des zerfahrenen Sounds zu meistern und liefern einen gewitzten, energischen Auftritt ab. Leider nicht meine Musik. 8000 RAM, was soll das eigentlich sein!? Der schnellste PC der Welt!? Mir egal! Während sich in den ersten Reihen Enge und Gefühlsnähe verbreiten und eine junge Prinzessin Eiswürfel in den Lavapit wirft, gibt es hinten Ärger und Prügel. Wie es sich gehört! Egal – Supershirt reißen auch diesen Laden ab, hinterlassen zufriedene Gesichter und klitschnasse Mäuler – da kann nix passieren. Nicht einmal der gekonnte Sabotageversuch der Tresenkräfte („Geil, lass mal den CD Player anmachen und über die Boxen laufen!“) kann sich dem Shirtzilla Monster entgegenstellen. Faxe, Rakete und Katze hauen alles kaputt. Auch der Abend danach wird ein schöner! So viele bekannte Gesichter, alte Freunde und neue HeldInnen, es ist der Wahnsinn. Tausend Dank auch an die Veranstalter, die uns nicht nur wie Könige behandelt haben, sondern auch das PACK herauswarfen, das herausgeworfen gehörte.

Highlight der Nacht ist eine Pnadamüzte.

BERLIN

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Grrrrrr…

Zerpflückt und unausgeschlafen führt uns die Reise in zwei Automobilen tiefer ins System, tiefer ins Geschehen: Hauptstadt, öffne deine Tore! Aber bitte, verschone uns mit der hässlichen Siegessäule! Abgesehen davon lieben wir dich inzwischen sehr – auch für deine Bären. Berlin, mein Schatz… und das TROTZ der Paranoia!

Hier speist also Lemmy Kilmister, hier werden unsere Kapellen aufspielen. Das White Trash ist American Restaurant, Tattoostudio und Clubhölle in einem und macht alle drei Jobs hervorragend gut. Zäune, Holz, Gemäuer, Rock‘n'Roll. Ob wir zwischen die tätowierten, schwarzgekleideten Slangboys und Slanggirls hinter Tresen und Bar passen, sei einmal vorsichtig zu den Besen in die Ecke gestellt. Was ist uns das? ACHTTAUSEN… äh, egal, selbstverständlich. Der Laden füllt sich angemessen und bereits vor dem Konzert steht fest: welch liebliches Publikum! Auch lange nicht mehr gehabt: „Darf ich deine hässliche Kackfresse fotografieren, damit mir jemand glaubt, dass es SOWAS überhaupt gibt!?“ „Fanfotos immer!“

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Unüberwindbar aber das doppelte Grauen: „HOLY SHIT die von Supershirt sehen ja noch viel schlimmer aus!! Die will ich auch! Für Facebook! Das wird das neue Meme! UGLYBAND!“

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Wir werden trotz ausgesprochener Hässlichkeit warm empfangen, haben Stargäste in den ersten Reihen, werden mit Hand-Herzen überschüttet und mit Refrains besungen, dass ein Entschwinden von der Bühne ein unüberwindbares Drama darstellt.


Achten sie auf den stimmigen Chor in der ersten Reihe! Kippen sie auch ihren Bildschirm auf die Seite.

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Aber nach all dem Geschrei, der Liebelei, dem Betrug und dem Tanz ist auch mal wieder gut, sie sind ja nicht alleine hier, Herr Kapitän. Bühne frei für die Kopfspieler.

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Pünktlich zum Supershirt’schen Konzertbeginn dreht das Publikum den Schalter um. All die zarten Gefühle der Zuneigung müssen verschwinden und dem animalischen Willen der Zerstörung weichen. Es ist ein Fest!

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In einer Sache hängen die halben Hemden uns an diesem Abend stark hinterher: im Konsum enthemmender Flüssignahrung. Zumal sich die Frauen der Shirts im Publikum eingefunden haben und nach jedem Song Bewertungsschilder in die Luft strecken, fühlen sich Henry, Hendrik und Marco einem Druck unterzogen, dem KEINE BAND standhalten kann. Nach fast jedem Song schnellten die „4.0″, „3.5″ oder auch mal das „0.0″ Schild aus dem Publikum. Knallhart!! Keine Amnestie für Boyfriends! Das ist natürlich nur Quatsch. Hinter den SchildheberInnen versteckten sich in Wirklichkeit die Toten Crackhuren im Kofferraum, die erst den Auftritt unserer Emotechcombo, und dann den der Berlinostocker mit Crackpower zerstören wollten. Mission: impossible, Finale: geglückt!

Im Backstage die wissenschaftliche Entdeckung des Jahrhunderts: ein schwarzes Loch im Kühlschrank. Alles leer, alles weg. Scheiß Large Hadron Collider, ey!! Also ab in die Nacht, ab in den Club, ab in die verdammte Hölle! Nass und kalt vs. warm und kuschlig – was wissen die schon!? :[

NEUBRANDENBURG

Zwei Stunden Schlaf, die müssen auch erstmal produziert werden. Wer kann das bezahlen!? Maik jedenfalls nicht. „Guten Morgen!“ „AAAAAH!!!“ Aber es muss ja weitergehen. Halbwitzige Anekdote:

Telefon: RRRRRING
Hannes: Oh Shit, Hendrik ruft an!
Maik: Und wir sind noch in Berlin!
Götz: Müssten längst losgefahren sein!
Maik: Sind aber noch am Shoppen, oh weh!
Hannes: Jetzt gibts Ärger! -rangehen- JA?
Hendrik: HANNES, WO IST HENRY!?
Hannes: Wieso? Bei euch im Kofferraum?
Hendrik: Ihr sollt den mitnehmen!
Hannes: Wir sind doch nicht bescheuert! Hast du mal an dem gerochen!?
Hendrik: Holt den mal ab, jetzt, der weint schon!
Maik: NEE, NICH DER EY!!
Götz: Welcher von denen ist das? Der Nette, der Neue oder der Unangenehme!?
Maik: Der mit dem Hosenbart.
Hendrik: Holt ihr den jetzt mal ab bitte!?
Hannes: MENNO!!!

Naja, wir sind mal nicht so. Henry eingesackt und auf in die schönste Ortschaft der Welt. Stundenlanges Getucker durch Flachland, Waldprovinz, Steppe – WALLACHEI. Plötzlich ragt aus dem Boden ein Klotz aus Beton. WOW! Kneipe, Apotheke und Reisebüro im Plattenbau – Hardcore. This is where the love is born oder so!

Der Mixtape-Club besticht durch coole Beleuchtung, eine hübsche Optik und ein NES! Der Backstage ist ein Traum, das Buffet eröffnet, alle fühlen sich pudelwohl. Pudelwohl fühlen sich wohl auch die zwanzigtausend NeubrandenburgerInnen in ihren vier Wänden, sonst wären sie vielleicht zahlreicher vor unserer Bühne erschienen. So nehmen wir Vorlieb mit zwanzig Interessierten, die sich leider ungern auf blöde Sprüche und nette Begrüßungen einlassen. Konzert ohne Ansagen, immer gut!! Captain Capa runtergespielt, Leute beschallt (BESCHALLT SCHALLT SCHALLT SCHALLT schallt shlt slt l t)

Leider kein Foto von Supershirt. Bei denen verdoppelt sich die Anzahl der BesucherInnen sofort. Währenddessen schlagen wir uns am Merchstand mit Fragen herum. „Mal ehrlich Jungs, der Gesang war doch Playback.“

Die Hemden schaffen es durch Charme und Liebe, auch das bescheidenste Publikum an den Eiern zu packen und spielen ein ordentliches Set! Auch Tote Tiere macht Spaß, der Konfettishooter zündet auch. So haben wir es gern! Blöd, dass die Shirtjungs weiterziehen müssen, um die Releaseparty von FEINE SAHNE FISCHFILET mit einem DJ Set aufzuwerten, und das Gespann um Captain Capa (feat. Fuzz Galaxy Buzz & Amadis-Fabian-Zuber) entweder müde, besoffen, emo oder alles zusammen ist. Müssen wir durch! Danach Hatespeech im Backstage und Techno vor der Tür. Wir wollen doch nur schlafen / unsere Leben ruinieren!

Wir schlafen ein mit BUMM BUMM und wachen auf mit BUMM BUMM. Einer der Clubboys probt sein DJ Set von 06:00 bis 12:00. In Clublautstärke.

Auf der Heimreise plötzlich ein kleines, romantisches Highlight der Tour! Das Zaubernavigationsgerät führt uns zufällig knapp an dem Urlaubsort vorbei, an dem Hannes und Götz Teile ihrer Kindheit verbrachten. Also nichts wie hin, kurz um den See gelaufen, in der Mönchs Schänke gespeist und flambierte Kartoffelsuppe bestellt. Wo doch grad die Pyromanen los sind, dort! Wir ernennen Himmelpfort, das Kaff in dem die Briefe an den Weihnachtsmann bearbeitet werden (!), im Herbst zum STILLSTEN ORT DER ERDE und entlassen euch nun in die Freiheit… mit ein paar idyllischen Herbstfotos aus der schönen Seenplatte. All the love, wir sehen uns in Heidelberg / Dresden / Bischofswerda / etc… !! Tourdaten checken und die Toten Tiere besuchen, solange sie noch tot sind!

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Dort, wo Ashi einst das Schwimmen lernte… und wieder verlernte. Zum Glück ist er nun ein Wal.

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„Ey Santa, wie stehts dieses Jahr?“
„CAPTAINCAPAFANS KRIEGN NICHTS“
„Oha!“
„BEI SUBERSHIRD KRIEGEN NUR DER NETTE UN DER NEUE WAS“
„OHA!“

NACHTRAG VIDEOS

Huch!

Danke Sascha Blohmmann!

TOTE TIERE REISEBERICHT // REISEGRUPPE SAUF&KLAU PLAUDERT AUS DEM NÄHKÄSTCHEN

„Grüß euch ihr Lieben!“ Einer der blöden Tour-Oneliner, die man im Bus so erfindet und dann in die Welt trägt. Ähnlich wie „Jetzt gehts scharf!“ und „Nein, oh, nein!“… kann keiner drüber lachen, außer die Rasselbande selbst. Noch! Aber von vorn. Step by step! Vielen Dank an den großen TIMO ROTH und timbruening.com für die schönen Fotos.

Supershirt und Captain Capa nehmen ihre gemeinsame EP, die Splitsingle und ihren bombastischen Hit „Tote Tiere“, der sie auf ewig einen und in Blutsbruderschaft fusionieren wird, und reisen damit durchs Land. Gemeinsam sind sie Reisegruppe Sauf und Klau, und begonnen hat der Spaß vor wenigen Wochen im wunderschönen Betonland Halle.

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7.10. HALLE – LUDWIGSSTRASSE

Prima. Erster Tourtag und Captain Capa zerschießen sich ihren Bühnenlaptop mit irgendeinem stinkenden Killervirus. Das ist typisch, vollkommen Banane und ruiniert uns beinahe die gesamte Tourage. Mit Mühe und Not kann der Laptop im Zerfressenen Modus (besondere Windows-Einstellung bei der jedes Programm automatisch nach wenigen Klicks geschlossen wird und der Bildschirm irgendwann in strahlendes Blau getaucht wird) gestartet werden. Der Club mit autonomem Besetztes Haus Flair gefällt allen gut, Supershirt reißen nach uns das Haus ab und Hirni Wott Computergott (der seinem Namen in den folgenden Tagen noch alle Ehre machen soll) fackelt mit seinem DJ Controller als DJ Fattse danach auch noch die Bühne ab. Außerdem lernt unser Booker die Liebe seines Lebens kennen. Wie schön!

08.10. NÜRNBERG – CLUB STERO

Nürnberg besticht nicht nur durch den besten Comicshop der Welt, sondern auch durch den wundervollen Club Stereo. Das Publikum ist unserer Support Kapelle gegenüber voll der Liebe. Eine kleine Gruppe mit „CPTN. XYZ“ Namensschildern betanzt geschmeidig die erste Reihe, strahlende Gesichter und verzückter, aber zurückhaltender Tanz bestimmt das Publikum. Da könnte mehr gehen, muss aber nicht. Wir sind zufrieden. Auch wenn wir ab sofort mit Supershirts Back-Up Panzer „Sink Fat“ auf die Bühne rollen.

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Supershirt verpassen uns, natürlich, die Maulschelle. Gegen die Power der 8000 Mark Armee kommt keiner an. Egal wie klein das Kaff, wie stinkig der Club, wie nüchtern das Publikum – spätestens wenn die großen Brüder den Laden verdunkeln und ihre Glowsticks zünden, um die letzten Hits abzufeiern, ist kein Bein mehr sicher. Auch Nürnberg dreht durch, obwohl die Anlage ein bisschen leise vor sich hinsäuselt.

///////////TOTES GETIER AM RANDE #1 //////////

Ein Freund des Trinkwassers, ein Freund Afrikas. Fünfzig Euro für die Viva con Agua Kasse. AWESOME.

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09.10. BINGEN – JUZ

Geil! Jugendclub mit linkem Anstrich, geilem Essen und toller Organisation! Die Kids erkennen Supershirt Henry und Capa Ashi schon auf den Straßen und wir alle wissen – das kann heute nicht in die Hose gehen. Tatsächlich. Die Bühne ist eng, die Meute nah. Zwei Pinguine mit der Aufschrift „TOT“ um den Hals steigen empor, eine Bierdusche für die zum großen Teil minderjährige Crowd, die – ich habe aufgepasst! – selbstverständlich und gottseidank den Mund zu behielt!
Hier wird es für Supershirt fast schon gefährlich. Einem Mädchen in der ersten Reihe platzt der Schädel, als sie zum zehnten mal den Namen des wunderschönen Gitarrenhelds „MARCOOO!!!“ aus voller Kehle schreit. Auf dem Blut rutschte einer der Pinguine aus, der im Rutschflug einem Undercover-Nazi das Genick brach. Okay, alles nicht wahr, aber das Feeling im Publikum war wild as fuck. Großartige Abraverei mit Opfern! So muss es sein. Übrigens entwickelt sich der Abschlusssong TOTE TIERE mit Allstar-Feeling auf der Bühne tatsächlich zum Highlight, das es sein soll. Großartig läuft das. Zur Krönung hat der umwerfende Fuzz Galaxy Buzz noch ein Set hingelegt, dass uns in die Ohren und ihm in den Rücken ging. Nach dem Konzert hat es noch ein aufmüpfiges, sexistisches Antisemiten-Schwein am Schlawittchen erwischt und der Abend war perfekt. Bingen, we love the city on the weinfields under the fät weltkriegsstatue!

14.10. ROSTOCK – ZWISCHENBAU

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Der drei-Tage-Schnupperkurs ist vorbei, ab hier sollte es richtig scharf gehen. Richtig scharf waren hier allerdings erstmal nur die Reißhunde von Supershirt und Booker Fabian Zauber. Captain Capa machen ihrem Ruf als zuspätkommende Bastarde alle Ehre und stehen drei Stunden im Stau zwischen Magdeburg und Berlin. Reisegruppe Sauf und Klau ist sauer, die Stimmung angespannt, und das für ganze vier Minuten. Apokalypse!!

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Rostock riecht noch immer nach Supershirt, als wir dort einreiten. Hier hat jede Oma ein Teitmaschine Häkeldeckchen am Fenster, jeder Opa ein 8000 Mark Fähnchen am Corsa. Ein junger Mann mit Henry Witt Gedächtnisfrisur wirft sich vor unserem FDP Mobil zu Boden und ruft „HABT GNADE, SUPERSHIRT, WIR LIEBEN EUCH IMMERNOCH. KOMMT ZURÜCK. LASST BERLIN HINTER EUCH. RRROSTOCK.“ Ähnlich viel Liebe erfahren die flaunzigen Lieblinge des Feuilletons im Zwischenbau von einem ausverkauften, durchnässten Publikum. Relativ nett zu Captain Capa, aber ein wenig tanzfaul, zugegeben. Nächstes Mal, ihr Lieben! Tote Tiere brennt auch diesen Laden nieder, und wäre da nicht ein volltrunkener Prügelspassti mit Teleskopschlagstock auf der Straße gewesen, hätte die Nacht auch sein goldenes Sternchen bekommen.

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Was bleibt, ist die best vorbereitetste Interviewerin der Welt und ein paar witzige Schnipsel fürs Radio:

http://lohro.de/wordpress/?p=1058

Da gibt es die wahnwitzigen Sprechstunde zu hören. Wer es ganz hart haben will, kann sich hier noch ein paar Outtakes anhören. MULTIMEDIA OVERKILL!!

http://fichtenstein.wordpress.com/2010/10/20/lehrstunden-im-mochtegernmusikjournalismus-heute-audiobearbeitung/

Am Folgetag erstmal AB NACH WARNEMÜNDE, Raubmöwen gucken und den Waldjungs von Captain Kacke das Meer zeigen.

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///////////TOTES GETIER AM RANDE #2 //////////

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15.10. FLENSBURG – VOLXBAD

Flensburg, was da los!? Zum ersten Mal auf unserer Besucherzahlverwöhnten Supertour verlaufen sich nur ein paar Versprengte zu unserem Aufspielabend. Überraschung des Abends aber: ein verkleideter Mensch im Ganzkörperanzug, der uns die Erstbrennung der Capa Special EP unter die Nase hält. Oha! RARITÄT. Captain Capa und Supershirt richten den Flammenwerfer der Liebe auch auf eine handvoll Menschen und der Abend bleibt ein Schöner. Am nächsten Tag an die dänische Grenze, Sweets und Verbotenes Importgut kaufen! LEGOTIME!

Großes Highlight im Volxbad – die Legende am Mischpult:

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„Cosmic DJ, Der Schreckliche Sven, … KRRRZZZ… Cosmic DJ, Der Schreckliche Sven, Stacy G. und DJ Koze sind die coolsten Boys auf der ganzen Welt.“

16.10. HAMBURG – UEBEL & GEFÄHRLICH

Bergfest in Hamburg. Glänzen vor den Augen der Chefetage, glänzen vor den 300 lieben Menschen, die sich für uns in den Fahrstuhl gen Himmel gequetscht haben. Die Organisation ist beispiellos perfekt, die Konzerte laufen bombastisch. Nur die Capa’schen Konfettishooter wollen einfach nicht richtig zünden. Bei Supershirt kommt uns zum ersten Mal ein Circle Pit im Rave unter die Augen, wenig später wird auch die Bühne gestürmt, mit Sitzstreiks belagert und von Fans bejizzt. AWESOME.

Danach wieder Hamburg deluxe: Arm in Arm durch die streets where the sins collide, no hard feelings for a roadkill. Unser Schlachtruf „JETZT GEHTS SCHARF!“ wird dicht gefolgt von der wärmsten Begrüßung der Welt: „Grüüüseuch ihr Lieeebn!“ Supershirt lassen sich derweil auf ein unmoralisches Angebot ein und lassen sich von einem Verrückten bei ihren Schandtaten fotografieren!

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DIE CONEHEADS UND EIN BUTTPLUG:

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SPÄTRÖMISCHE DEKADENTE SCHEISSE HIER:

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Außerdem haben wir uns in der großen Hansestadt ein drittes Bandmitglied gesucht, um mit den Supershirts mitzuhalten. Gemeint ist nicht das Matschgesicht in Blau.

Hambourge, we will always love you xxxo

19.10. KOBLENZ – FOX

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Huch!! Was hat sich denn da im Tourplaner verirrt!? Koblenz strahlt erstmal nur durch Seventy Betonscheiße und sieht erstmal – sorry, ihr lieben Koblenzer – nicht gut aus. Das Fox ist eine muggeliche Rockkneipe, und ohne Barchef Michel hätten wir zwei Tage auf der Straße von der Hand im Mund leben müssen – und das im hässlichen Betonkoblenz, unvorstellbar!! Wir haben das beste draus gemacht und trotz Minibühne, Minianlage und Minilautstärke versucht, den Laden zu rocken. Das gelang uns nur mittelmäßig, weil die Koblenzer nicht so richtig Bock auf uns hatten, und Supershirt nur mittelmäßig, weil das Ordnungsamt zwischendurch in der Suppe stand und das Mischpult auf heimische 2 Dezibel gedreht hat. Är-ger-lich.

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Viel ärgerlicher ist allerdings, dass wir uns den Platz auf dem Ankündigungsflyer mit einer breitbeinigen Nackten teilen mussten, die einen Herrenabend der Sonderklasse ankündigt: feine Abendgarderobe, Frauen verboten, Schnaps en masse und zwei Nutten. Aua, aua, wir können nichts dafür! Supermichel bestimmt auch nicht!

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20.10. LÜNEBURG – SALON HANSEN

Lüneburg empfängt uns mit offenen Armen. Folgender Dialog spielt sich beim Stadtrundgang ab:

Ashi: Herrje, Lüneburg sieht aus, als hätte ich das eben im Anno 1602 zusammengeklickt!
Henry: Genau! Besser als in zwei Minuten im Sim City 2000 ein Industriegebiet hinzuscheißen und KOBLENZ drüber zu schreiben.

LOL ROFL.

Liebe KoblenzerInnen, nehmt es uns nicht übel. Wir kommen sicher wieder und dann zeigt ihr uns mal die schönen Ecken. Wir machen nur Spaß!

Im Salon Hansen erwartet uns eine top organisierte Feierei mit wieder einmal überraschend jungem Publikum das nach dem Konzert überraschend fix aus den heiligen Hallen verschwindet. Bühne top, Sound top, Licht top, alles top. Leider macht uns der Techniker einen Strich durch die Vorbandrechnung. „Hey Supershirt, ich hab euch mal ’nen Gefallen getan und die Vorband leise gedreht. War gut!?“ Nee, wars nicht. Egal. Er kommt aus dem Rocknroll, es tut ihm leid, ihm sei verziehen. Sorry an die Partykids, so macht Captain Capa natürlich keinen Spaß. Supershirt reißen – wie soll es anders sein – trotzdem wieder alles ab und das mit Bravour. Die Kids wollen mehr, die Kids wollen umfallen! Hit auf Hit auf Hit und ab dafür! Zum krönenden Abschluss das Ritual der Tour:

21.10. OLDENBURG – POLYESTER CLUB

Merkwürdige Stimmung erwartet uns im Polyester Club. Man schweigt, ist besonnen, besorgt und verängstigt. Wir versichern: „Hier beißt keiner.“ Egal. Soundchecken, rauf auf die Bühne, zack zack!! Der heißeste Gig der Tour besticht durch brennende Rotlichtscheinwerfer und eine DI Box mit Wackelkontakt, der uns Kapitänen das Leben schwer macht. Elektroniker Profi Maik konnte das Problem jedoch dingfest machen und beseitigen! Schulterklopf!! Unsere blöden Konfettishooter zünden wieder nicht rechtzeitig, aber das Publikum ist froh, wir sind zufrieden, alle haben sich lieb. Wir kümmern uns um das Merchandise der Supershirts und verkaufen millionenfach Beutel, T-Shirts und gute Ratschläge, während die Herren der Textilschöpfung die Sauna zerlegen. Timo Katze zeigt trotz Katzenstreichelmangels keine Schwächeerscheinungen und vernichtet zwei Gitarren am Tag. Sie schmelzen einfach unter seinen Fingern weg, sobald die Akkorde von Dein Monster anstimmen. Einfach so. Ziiiischhh.

///////////TOTES GETIER AM RANDE #3 //////////

Das schönste Geburtstagsgeschenk der Welt für den schönsten Geburtstagsjungen der Welt. Einen zauberhaften Drachen auf einer Harley für den zauberhaften Hendrik. Happy Birthday. Maybe, just maybe, the ugliest thingie ever. <3

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22.10. MÜNSTER – AMP

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Ein großes Highlight der Reise bietet uns das völlig überfüllte Amp. Zweihundert Verrückte schreien uns Sachen entgegen, benehmen sich zügellos, klauen Verteilersteckdosen, haben sich lieb und beten unser neues Bandmitglied – eine grelle Pikachu Lampe – an. Wahnsinn!

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Was beim Captain Capa Auftritt schon nach liebreizender Rave-Ekstase aussieht, wird bei Supershirt um ein vielfaches multipliziert. Hendrik versucht, die aufkeimende Technostumpfness durch ein schickes Feuilleton-Hemd zu unterdrücken, doch nichts hilft mehr gegen die Scharen von Audiolith-Kids, Wasted Youth Menschen, Indieboys und Supergirls. Von allen Seiten wird die Bühne gestürmt. Unter die Masse von sympathischen Discomenschen schmuggeln sich leider auch ein paar Totalausfälle. So kommt es vorm Merchtisch nicht selten zu Handgreiflichkeiten, blöden Sprüchen und Prollscheiße. Captain Kacke greifen ein, retten Merch und verteilen Schelte. Ufff!!

Wichtig: du, mein Freund im Yack Fou T-Shirt, lässt dich an unserem heiligen Merchstand erst mal nicht mehr blicken. Wir dulden hier nur LOVE, FEELING und höchstens mal eine Prise SADNESS. LOVE BUKKAKE.

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Dialog des Abends bleibt wohl der junge Mensch in der ersten Reihe beim Captain Capa Konzert:

Mensch: SPIELT JETZ MA ACHTTAUSENMARK!!
Capa: Das spielt die Band nach uns, wir sind Captain Capa.
Mensch: JO DER WAR GUD, JETZ ACHTAUSENMARG!
Capa: Wir sind Captain Capa, der Song ist von Supershirt.
Mensch: EY VERARSCH MICHNICH JETZ!!!

Capa: So Leute, hier kommt unser letzter Song!
Mensch: ACHTAUSENMAAARG!!!

Im Backstage wurden daraufhin noch zwei wahnsinnig informative Interviews von einer höchst sympathischen Crew gedreht! Danke ihr Guten!

Marco baut übrigens den schönsten Merchstand der Welt. Immer wieder. Dicht gefolgt von Fabian Zauber.

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… und nein, Supershirt hat die Jungspunde von Captain Capa weder unter Gehirnwäsche, noch unter der Fittiche, noch unter königlicher Kontrolle.

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Die Bergluft im AMP bleibt ein Schmaus.

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///////////TOTES GETIER AM RANDE #4 //////////

Ke$ha <3 Tote Tiere

23.10. LINGEN – ALTER SCHLACHTHOF

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Lingen hat sich ein ganz tolles Motto für das anstehende Clubfestival ausgedacht! Damit wir es nicht vergessen, haben wir es kurzer Hand an die Merchtafel geklebt.

Backstage und Catering gehören zu dem Luxus, von dem man seinen daheimgebliebenen Freunden erzählt, um Eindruck zu schinden. Wir schieben die anwesende Dekadenz aber auf kiloschwere Namen, die sich mit uns das Plakat teilen: Robertus Stadlubriesquie und Fränkie Spilker sind mit ihren Bands zu Besuch. Außerdem die halbe Kapelle Herrenmagazin, mit denen wir Käptns schnell Brothers in Emo werden – verbunden durch Jimmy Eat World und Dashboard Konfeschnl. Stadlmän trinkt uns zwar den Schnappes weg und verlässt dann wortkarg den Raum, Herr Spilker allerdings entschuldigt uns sogar das blöde Fragen nach einem Foto und erfüllt Hendriks Freundin einen Wunsch:

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Wie ein kleiner Junge freut er sich, der Schlanzko! SÜSS!!

Jedenfalls weiß keiner was so richtig los ist in Lingen. Captain Capa schießen sich die Soundkarte kaputt, Auftritt im Eimer. So spielt das Leben. Obs am fläshigen Nukularbunker liegt!? Wir wissen es nicht. Das Line Up ist spannend, vielleicht ein bisschen zu wirr für die Lingener Indiejugend. Supershirt kämpfen gegen die Versprengte Restmasse an und siegen nach Punkten. Souverän geil abgeliefert!!

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Am Merchstand derweil beste Laune!

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Der Abend inspiriert mich zu folgender Kritzelei.

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Entschuldigen Sie.

///////////TOTES GETIER AM RANDE #5 //////////

GEISELNAHME HOLY SHIT!! Wann kommt das Egotronic-Cover!?

So Freunde und Freundinnen. Diese Bilder- und Informationsflut soll erst einmal auf sie einwirken. In zwei Wochen tourt die Reisegruppe Rape‘n'Kill noch einmal in diese schönen Ortschaften:

04.11. Magdeburg – Café Central
05.11. Berlin – White Trash
06.11. Neubrandenburg – Plan B
11.11. Heidelberg – Teufel
17.12. Erfurt – Dead Disco! Ega Box
21.01. Bremen – Tower

… und sicher wird es auch da allerhand hirnrissiges zu berichten geben. Bleiben sie tuned, stayen sie dran, lieben sie uns und klicken sie tausend mal auf I LIKE THIS SHIT.

<3

///////////TOTES GETIER AM RANDE #6 //////////

MULLBINDE I‘D LIKE TO FRÄS